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Hoch, runter, ganz hoch: Das Wetter kennt gerade kein Erbarmen. Im Gegenteil: Ab heute wird es wärmer und wärmer, und der Gnadenlos-Sommer zeigt noch mal richtig, wie heiß er es treiben kann. Ein Modell prognostiziert sogar Temperaturen von bis zu 40 Grad!

Statt eines lauschigen Altweibersommers droht uns ein Schwitz-Finale der Ferienzeit. Das amerikanische Wettermodell GFS sieht am Wochenende lokal Spitzentemperaturen von bis zu 40 Grad in Deutschland. Besonders gefährdet sind klassische Hitze-Hotspots.

Trockene Böden heizen sich immer weiter

Meteorologe Dominik Jung nennt die Regionen mit Glut-Potenzial: „Der Oberrheingraben im Raum Freiburg/Karlsruhe, das Rhein-Main-Gebiet, die Kölner Bucht und der Niederrhein sowie die trockenen Regionen im Osten – etwa Sachsen-Anhalt und Brandenburg, wo Ende Juni auch der Allzeitrekord fiel. Das sind die tief gelegenen, windgeschützten Becken mit trockenen Böden; dort heizt es sich am stärksten auf.“ Lokale Spitzen können sogar noch höher sein, als es die Karte zeigt.

Aber der Experte schränkt die schlimmsten Befürchtungen ein wenig ein: „Im Moment steht das US-Modell am heißen Rand, während das europäische Referenz-Wettermodell ECMWF und das deutsche ICON eher darunter liegen.“ Hier wird lediglich am Oberrheingraben mit 40 Grad gerechnet, die anderen Regionen kommen „nur“ auf 37 bis 39 Grad in der Spitze. Wirklich schönes Wetter ist das aber keinesfalls, für die meisten Menschen dürften die Temperaturen nur schwer zu ertragen sein.

Ende des Hitzesommers nicht in Sicht

Ist das noch Sommer, Ausnahmezustand oder das, woran wir uns einfach gewöhnen müssen? Dominik Jung: „Solche Hitzespitzen häufen sich, warm bis heiß ist längst das neue Normal.“ Dazu kommt die Dürre, die alles austrocknet. Und die Hitze ist gekommen, um zu bleiben. Nach einer kurzen Wärmedelle am Dienstag zieht sie wieder an.

Und weil auch in den nächsten Wochen keine großflächigen Regenfälle zu erwarten sind, müssen wir noch eine Weile mit der Überwärme leben.