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Nibley (Utah) – Was die kleine Ruby Murray in den nur 18 Monaten ihres Lebens ertragen musste, ist kaum in Worte zu fassen. Verantwortlich für das Martyrium und schließlich auch den Tod des Babys sind die eigenen Eltern. Mitchell (31) und Carrie Murray (32), eine Krankenschwester, haben sich jetzt der schweren Kindesmisshandlung und fahrlässigen Tötung schuldig bekannt. Darüber berichten US-Medien.

Demnach hatte Carrie Murray am 19. März 2025 den Notruf gewählt. Am Telefon behauptete die heute 32-Jährige, dass ihrem Kind „nicht mehr zu helfen“ sei. Weswegen sie die Aufforderung verweigerte, Erste Hilfe zu leisten. Das geht aus Gerichtsakten hervor. In der späteren Vernehmung durch die Polizei behauptete die Mutter, es habe sich um einen plötzlichen Kindstod gehandelt. Und dass sie keine Schuldgefühle habe, da es „für Ruby wohl an der Zeit gewesen“ sei.

Allerdings stellten die Ermittler rasch fest, unter welch katastrophalen Bedingungen das Mädchen leben musste. Das verschmutzte Kinderbett war voller alter Essensreste, die Horror-Eltern ließen das Kind teils über Tage nicht heraus. Rubys Windeln wurden kaum gewechselt, der Schlaf des Babys war durch laute Rockmusik von Bands wie Green Day und Fall Out Boy beeinträchtigt. Neben dem Bettchen stand außerdem ein viel zu warmer Heizlüfter. Gerichtsmediziner attestierten als Todesursachen Dehydration und Unterernährung, weil die Eltern „Ruby in unangemessener Weise übermäßiger Hitze, Dunkelheit, Einsperren und Schlafentzug ausgesetzt“ hatten.

Angeklagt waren Mitchell und Carrie Murray zunächst auch noch wegen Mordes. Die Staatsanwaltschaft von Cache County ließ die Mordanklage jedoch fallen, weil die Eltern die schwere Kindesmisshandlung und die fahrlässige Tötung zugaben. Das Urteil soll am 21. September verkündet werden. Den Amerikanern drohen je Anklagepunkt bis zu 15 Jahre Haft.