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Anchorage (USA) – Tragödie im US-Bundesstaat Alaska: Am Donnerstag (Ortszeit) stürzte ein Charterflugzeug in der Nähe einer abgelegenen Radarstation ab. Alle acht Insassen kamen ums Leben, wie das US-Militär mitteilte. Jetzt werden neue Einzelheiten zum Absturz bekannt.

Bei der Maschine handelte es sich um eine zweimotorige Cessna 441 Conquest des Charterunternehmens Security Aviation. Sie war in Anchorage gestartet und sollte zur Langstrecken-Radarstation Cape Newenham im Westen Alaskas fliegen. An Bord befanden sich zwei Piloten und sechs Passagiere. Die Maschine war vom U.S. Army Corps of Engineers gechartert worden. Zwei Passagiere waren Mitarbeiter der Behörde, vier weitere arbeiteten als Auftragnehmer. Das berichtet der regionale US-Sender „KYUK“ unter Berufung auf NTSB-Regionalleiter Clint Johnson.

Erste Landung wegen Nebels gescheitert

Demnach scheiterte bereits der erste Landeversuch an der schlechten Sicht. Die Piloten konnten bei dichtem Nebel den Boden nicht erkennen und mussten die Landung abbrechen. Sie flogen ausschließlich nach Instrumenten. Beim zweiten Anflug verlor die Flugverkehrskontrolle in Anchorage den Kontakt zur Maschine. Das Flugzeug schlug etwa 400 bis 500 Meter westlich der Landebahn in ansteigendem Gelände auf. Nach dem Absturz brach ein Feuer aus.

Wrack war zunächst nicht auffindbar

Auch „ABC News“ berichtet unter Berufung auf die US-Unfallermittlungsbehörde NTSB, dass die Rettungskräfte wegen des schlechten Wetters zunächst das stark zertrümmerte Wrack nicht finden konnten. Das Gelände rund um den Flughafen steigt steil an und gilt laut den Ermittlern als fliegerisch anspruchsvoll. Ein Rettungshubschrauber der Alaska Air National Guard landete in der Nähe, Spezialkräfte stellten dort fest, dass niemand überlebt hatte.

Große Trauer um die Toten

Eine NTSB-Mannschaft soll jetzt die Absturzstelle untersuchen und das Wrack bergen. Zudem wollen die Ermittler die Radardaten der nahe gelegenen Militärstation auswerten. Die Ursache des Absturzes ist bislang nicht geklärt. Security Aviation erklärte, das Unternehmen sei „untröstlich“ und arbeite bei der Untersuchung mit den Behörden zusammen. „Das ist ein verheerender Verlust für unsere Militärfamilie und die Gemeinschaften, denen wir dienen“, sagte Generalleutnant Robert Davis von der US Air Force. Alaskas Senatorin Lisa Murkowski äußerte sich ebenfalls betroffen über die Todesopfer: Sie sei häufig mit Security Aviation geflogen und habe viele der erfahrenen Piloten des Unternehmens kennengelernt.