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Köln – Endlich sein erster Derby-Sieg – und das auch noch mit dem entscheidenden Tor! Said El Mala (20) schoss den FC mit seinem Treffer zum 2:1-Sieg gegen Gladbach. Danach wurde er zum „Spieler des Spiels“ gekürt. Mit der Trophäe, einer Miniatur des Bundesliga-Balls, stapfte er stolz durch die Stadion-Katakomben.

Auf BILD-Nachfrage, ob er mit dem Ball dann später auch schlafen gehen will, sagte er: „Definitiv! Ich lege das Ding neben mein Kopfkissen. Danach kommt der Ball zu Mama und Papa nach Hause. Jedes Tor in der Bundesliga ist schön, aber im Derby zu treffen, ist schon etwas Besonderes.“

Die 67. Minute: El Mala haut die Kugel aus 22 Metern mit 111,1 km/h ins Netz und jubelt ausgelassen vor der Südtribüne. Schon der Siegtreffer, der gleichzeitig bedeutet, dass El Mala sein erstes Derby überhaupt gegen einen der Erzrivalen Gladbach und Leverkusen gewonnen hat. Für El Mala ist es auch ein verspäteter „Rache“-Sieg. In der Jugend war er in Gladbach aussortiert worden.

El Mala: „Es ist unbeschreiblich, gewonnen zu haben. Wir haben für den Sieg gebrannt. Wir wurden als bessere Mannschaft belohnt. Der Jubel vor der Südtribüne war unglaublich. Wahnsinn, wie die mich alle angeschrien haben. Einfach geil, so kann es weitergehen. Dafür spielt man Fußball. Ich hatte vorher gesehen, dass ein Gladbacher vor unserer Kurve gejubelt hatte. Das geht gar nicht, das ist unsportlich.“

Stolze Brust nach Länderspiel-Debüt

Dabei hatte Kölns Mega-Talent kurz vor seinem Siegtreffer (2. Saisontor) noch eine XXL-Chance vergeben. „Ein Freund hatte mir vor dem Spiel gesagt, dass ich einen Hattrick schieße. Da habe ich ihm geantwortet: Bleib mal locker! Ein Tor ist auch ganz okay.“ Und weiter: „Auch wenn ich die Chancen auf einen Hattrick hatte – im Endeffekt haben wir gewonnen und ich konnte mich belohnen. Es zeichnet mich aus, dass ich nach einer vergebenen Chance nicht den Kopf in den Sand stecke. Ich weiß, dass ich immer noch mal eine Chance bekommen werde. Ich versuche, immer weiterzumachen.“

El Mala war zuletzt zum Nationalspieler geworden, kam unter Bundestrainer Jürgen Klopp (59) bei den Spielen gegen Serbien (2:0) und in Griechenland (0:0) zum Einsatz. Er sagt: „Ich kam mit stolzer Brust zurück ans Geißbockheim. Die Jungs haben sich tierisch für mich gefreut. Das zeichnet eine Mannschaft aus. Das ist nicht selbstverständlich.“