Deutsch

Pistorius hält deutsche Beteiligung an Friedenssicherung für möglich

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe
im Iran-Krieg in Aussicht gestellt. Die Instabilität der Nahost-Region hätten Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. „Deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern“, sagte Pistorius bei seiner Reise nach Australien.

Wenn es zu einer Waffenruhe käme, dann würde Deutschland jede mögliche Form einer Friedensabsicherung diskutieren, „insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern“. Pistorius sprach sich für eine schnelle diplomatische Lösung aus und appellierte dabei vor allem an den Iran, aber auch die USA. „Es gibt keine
Strategie, es gibt kein klares Ziel – und aus meiner Sicht das
Schlimmste: Es gibt keine Ausstiegsstrategie“, sagte Pistorius.

Dabei sei der Krieg eine „Katastrophe für die
Volkswirtschaften der Welt“. Die Auswirkungen würden bereits jetzt schon klarwerden, sagte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen
Richard Marles in der Hauptstadt Canberra.

Pistorius sagte, Deutschland sei vor dem Angriff nicht konsultiert worden. „Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch
nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen.“

Pistorius befindet sich zurzeit auf
einer Reise im Indo-Pazifik. Vor seinem Stopp in Australien hatte er
bereits Japan und Singapur besucht.

Mehr lesen