Los Angeles (USA) – Einst war er einer der coolsten Kerle Hollywoods. Heute steht Schauspieler Mickey Rourke (73) vor einer bitteren Realität: Der Star wurde laut dem Magazin „People“ offiziell aus seinem Haus in Los Angeles zwangsgeräumt. Ein Gericht entschied zugunsten seines Vermieters, nachdem Rourke laut Klage 59.100 Dollar Mietrückstände angehäuft habe. Der Vermieter hatte daraufhin Klage wegen unrechtmäßiger Nutzung des Hauses in der Drexel Avenue eingereicht und bekam nun Recht.
Der einstige Oscar-Nominee aus „The Wrestler“ und „Iron Man 2“ hatte jedoch schon vorher seine Sachen gepackt. Zuletzt lebte er in einem Hotel in West Hollywood, während er darauf wartete, dass eine neue Wohnung in Koreatown frei wird.
Ein Hollywood-Star mit finanziellen Sorgen
Besonders tragisch: Erst im Januar sorgte Rourke mit einer ungewöhnlichen Geschichte für Schlagzeilen. Seine langjährige Managerin startete eine GoFundMe-Spendenaktion, um den Schauspieler vor der Obdachlosigkeit zu bewahren. Fast 100.000 Dollar kamen zusammen.
Doch Rourke reagierte wütend. In einem Instagram-Video erklärte er, er habe nichts von der Aktion gewusst und nannte sie „demütigend“. Seine klare Ansage: Wenn er Geld brauche, würde er „nicht um Almosen bitten“ und wolle das gespendete Geld an die Fans zurückgeben.
Das Problem: Rourke sagt viele Rollen ab
Laut seiner Managerin hat der Schauspieler seit Jahren finanzielle Schwierigkeiten. Dazu kam es auch, weil er extrem wählerisch bei Rollenangeboten ist. Rourke soll sich laut „The Hollywood Reporter“ weigern, für weniger als 200.000 Dollar pro Drehtag zu arbeiten. Eine stolze Forderung und gleichzeitig ein Risiko in einer Branche, in der Rollenangebote nicht ewig warten.
Dazu kommt: Der Hollywood-Star lebt offenbar eher von Gage zu Gage, hat kein Bankkonto, trägt kaum Bargeld bei sich und gilt als sehr großzügig gegenüber Freunden.
Besonders traurig klingt eine andere Aussage seiner Managerin: Der Schauspieler verbringe Weihnachten und Geburtstage oft allein. Außer seinem Assistenten und seinem Management habe er kaum Menschen um sich.