Deutsch

Merz relativiert US-Truppenreduzierung aus Deutschland

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den angekündigten Abzug ​von mehr als 5.000 US-Soldaten aus Deutschland als weniger relevant als bisher angenommen bezeichnet. »Es wird vielleicht ein bisschen zugespitzt, aber neu ist es nicht«, sagte der CDU-Politiker bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung nach Angaben des Senders. Es handele sich um ein ​Kontingent, das der frühere US-Präsident Joe Biden auf ⁠Zeit stationiert habe und über dessen Abzug seit längerer ​Zeit gesprochen worden sei.

Einen direkten Zusammenhang mit seinem Streit mit US-Präsident Donald Trump über den Iran-Krieg ‌bestritt ⁠Merz: »Es gibt keinen Zusammenhang.« An der ​nuklearen Teilhabe der USA gebe es »überhaupt keine Abstriche«, sagte der Kanzler. »Es gibt keine Einschränkung der amerikanischen Zusage der nuklearen Abschreckung des Nato-Gebietes. Da gibt es ​auch an keiner Stelle Zweifel.«

Eine angekündigte Lieferung von US-Waffen wird allerdings nicht stattfinden: Merz bestätigte, dass die Biden früher zugesagten Tomahawk-Marschflugkörper aus den ‌USA zumindest vorerst nicht nach Deutschland geliefert würden. »Die Amerikaner haben zurzeit selbst nicht genug«, sagte Merz. »Objektiv ​gibt es aus den USA heraus kaum eine Möglichkeit, Waffensysteme dieser Art abzugeben.«

Mehr lesen