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Mehr als 70 Tote nach Militäreinsatz gegen Drogenboss in Mexiko

Bei der Tötung des unter dem Namen „El Mencho“ bekannten mexikanischen Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes und anschließenden Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Verdächtigen sind mindestens 74 Menschen getötet worden. Darunter seien auch 25 Beamte der Nationalgarde, sagte Sicherheitsminister Omar García Harfuch.

Die mexikanische Armee hatte am Sonntag die Tötung von Cervantes, der das Kartell Jalisco Nueva Generación (CJNG) angeführt hatte, bekannt gegeben. CJNG reagierte mit landesweiten Ausschreitungen. So blockierten Bandenmitglieder in mehreren mexikanischen Bundesstaaten Straßen mit brennenden Fahrzeugen.

Beobachter befürchten, dass der Tod des Drogenbosses zu weiterer Gewalt zwischen rivalisierenden Banden führen könnte. Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Die Regierungen mehrerer Staaten, darunter auch Deutschlands, riefen ihre Bürger in Mexiko zu besonderer Vorsicht auf.

Das 2009 von „El Mencho“ gegründete CJNG-Kartell gilt als besonders gewalttätig und ist eines der mexikanischen
Drogenkartelle, die US-Präsident Donald Trump als terroristische
Organisation eingestuft hat. Die US-Behörden legen dem Kartell zur Last,
Kokain, Heroin, Methamphetamin und Fentanyl aus Mexiko über die Grenze in die USA zu schmuggeln. Auf Hinweise, die zu einer Festnahme CJNG-Boss Cervantes führen könnten, hatten die USA eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar ausgesetzt.

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