Böser Spott für Jürgen Klopp (57).
Der Kult-Trainer hat in Mainz eigentlich Legenden-Status. Schließlich hat er den Verein 2004 erstmals in die Bundesliga geführt, bis heute pflegt er eine besondere Verbindung nach Rheinland-Pfalz.
Jetzt scheint diese Beziehung aber zu bröckeln. Beim Rosenmontagsumzug in der Fastnachts-Hochburg Mainz wird Klopp mit einem eigenen Motiv-Wagen verspottet.
Klopp und Red Bull verspottet
Am Dienstag präsentierte der Mainzer Carneval-Verein (MCV) mehrere Wagen, die kommende Woche auf dem Rosenmontagszug mitfahren.
Auf einem davon ist Klopp in Übergröße als Pappfigur abgebildet. Der Ex-Trainer zeigt dabei sein typisches breites Grinsen und hält eine Dose Red Bull mit der Aufschrift „Red Bapp“ in der Hand. Dazu hat er Flügel aus Geldscheinen und trägt eine Mütze mit dem Euro-Symbol. Es wirkt, als ob Klopp von einem Sockel fällt. Darauf sind die Klub-Logos seiner bisherigen Trainer-Stationen angebracht (Mainz, BVB und Liverpool).
Der Wagen trägt den Namen „Verleiht Flüüügel”, dazu heißt es vom MCV: „Für Kloppo zählten früher Werte, um die er sich nicht mehr scherte. Denn weil Red Bull lockt mit viel Geld, er krachend nun vom Sockel fällt.“
Eine klare Anspielung auf den neuen Klopp-Job. Seit Anfang Januar 2025 arbeitet er als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull. Dort nimmt er eine übergeordnete Rolle ein, von einer Mischung aus „Stratege, Analytiker und Berater“ ist die Rede.
Klar ist: Sein Wechsel zum Dosen-Konzern hat für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Schon im vergangenen Jahr hat Klopp ausgerechnet von Mainz-Fans böse Plakate abbekommen. Beim Spiel gegen RB Leipzig ragte es aus dem Block: „Bist du beKLOPPt?“ Und: „Alles was wir dich haben werden lassen hast du vergessen?“
Klopp hat den Großteil seiner Spieler-Karriere in Mainz verbracht, von 1990 bis 2001 lief er 340 Mal für die 05er auf. Als der Verein Anfang 2001 in der Krise steckte, machte er den fliegenden Wechsel vom Kicker zum Coach. Der Startschuss für eine große Trainer-Karriere. Im Jahr 2004 führte er Mainz erstmals in die Bundesliga, hat dafür im Verein Legenden-Status.
Statt Ruhm gibt es jetzt aber nur Hohn und Spott von seiner alten Liebe …