Bad Hersfeld – 700 Menschen saßen am Freitagnachmittag im ICE, einmal durch Deutschland – von Süden, über den Osten nach Norden. Pendler, Geschäftsreisende, Kurztrip-Touristen und auch die, die sich freitags immer auf den Weg zur Wochenendbeziehung machen. Bis eine Störung im Stellwerk die Reise zur Odyssee machte.
Um 10.31 Uhr ging es in München los. Planmäßige Ankunft in Kiel: 20.22 Uhr. In Hauneck-Oberhaun, kurz vor Bad Hersfeld (Hessen), endete die Fahrt des ICE 708 von Bayern nach Kiel (Schleswig-Holstein): Störung im Stellwerk.
Stellwerk-Störung ließ Zug stranden
„Aufgrund eines defekten Stellwerkes in Bad Hersfeld zwischen Fulda und Eisenach kommt es derzeit zu Beeinträchtigungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Dadurch kommt es zu Umleitungen und Verspätungen von Zügen“, teilte die Deutsche Bahn auf ihrer Website mit.
Zunächst gab man sich bei der Bahn hoffnungsvoll und schrieb weiter: „Die Züge werden zwischen Fulda und Eisenach umgeleitet und verspäten sich um etwa 60 Minuten. Unser Personal vor Ort arbeitet unter Hochdruck an der Störungsbeseitigung. Die Behebung der Störung soll voraussichtlich bis in die Abendstunden erfolgen.“
Passagiere harrten stundenlang im ICE aus
Stundenlang harrten die Passagiere im Zug aus, glücklicherweise mit funktionierender Klimaanlage und Freigetränken. Am Abend hieß es dann: Die Nottreppe ist da, alle raus. Mit Bussen wurden die Gestrandeten nach Bad Hersfeld transportiert, dann ging es auf Umwegen weiter.
Wann und ob sie ihre jeweiligen Reiseziele letztlich noch vor dem Wochenende erreichten, ist bisher nicht überliefert.