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Düsseldorf – Große Emotionen vor dem Anpfiff zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (hier im BILD-Live-Ticker) in der 2. Liga. Während einer bewegenden Gedenkminute verabschiedeten sich die Düsseldorfer Fans mit einer Gänsehaut-Choreo von Kult-Torhüter Georg Koch (†54). Am 4. März war er gestorben. Er hatte den Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs verloren.

Zwei Tage nach der Trauerfeier für den früheren Publikumsliebling kamen die Erinnerungen zurück. Die Trauerfeier hatte auf dem Sportplatz des VfR Marienfeld in Much stattgefunden – dort, wo Koch vor anderthalb Jahren ein großes Abschiedsspiel veranstaltet hatte.

Nun gedachten die Fortuna-Fans ihrem früheren Schlussmann noch einmal auf ganz besondere Weise. Auf einem riesigen Banner stand: „Kämpfer bis zum bitteren Ende – Legende für immer“.

Fortuna Düsseldorf: Fans verabschieden sich von Georg Koch (†54)

Die Fans hielten dazu rot-weiß-blaue Fähnchen, angelehnt an ein ikonisches Trikot Kochs. Dazu groß sein Name und drei Fotos des Torhüters im Fortuna-Trikot. Parallel liefen Bilder von Koch über die Stadion-Bildschirme. Das ganze Stadion blickte auf einen Mann, der für viele mehr war als nur ein Spieler.

Ein besonderer Moment auch für Fortuna-Trainer Markus Anfang (51). Er ist der Patenonkel von Kochs Tochter Emma.

Im Mai 2024 hatte Koch sein schweres Schicksal in einem Interview mit BILD am SONNTAG öffentlich gemacht. Damals sagte er: „Es ist unheilbar, ich werde sterben. Aber wann mich der liebe Gott holen wird, hat er noch nicht entschieden!“

Die Krebsdiagnose hatte Koch bereits im April 2023 bekommen. Damals meinten die Ärzte, ihm blieben vielleicht noch sechs Monate. Insgesamt wurden es noch fast drei Jahre. Aus der deutschen Fußball-Szene gab es nach der Veröffentlichung des Interviews großes Mitgefühl. Koch damals: „Diese Anteilnahme war einfach nur überwältigend und hätte ich nie erwartet! Das war unglaublich, so was habe ich noch nie erlebt: Der Akku meines Handys war ruckzuck leer. Das Telefon ist regelrecht explodiert. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mal so viele Anrufe und Nachrichten bekommen habe – selbst zu meinem Geburtstag nicht.“