Wallennrod (Hessen) – Das Feuer fraß sich rasend schnell durch das trockene Gehölz, immer mehr Glutnester bildeten sich – am Ende auf einer Fläche so groß wie vier Fußballfelder! Im Vogelsbergkreis brannte ein Fichtenwald auf gut 30.000 Quadratmetern. Über 120 Feuerwehrleute löschten bis in den Morgen.
Landwirte bringen Wasser zum Waldbrand
Der Alarm kam am Montagnachmittag: Zwischen Sickendorf und Wallenrod (Hessen) stand der Wald in Flammen!
Weil das Feuer allein mit den Tankwagen der Feuerwehr nicht unter Kontrolle zu bekommen war, halfen acht Landwirte aus der Umgebung aus, karrten mit ihren Güllefässern rund 70.000 Liter zu den Einsatzorten im Wald.
Stadtbrandinspektor Jürgen Eifert: „Das hat sehr geholfen!“
Bis in den frühen Dienstagmorgen waren die Kräfte im Einsatz, hackten den verkohlten Boden auf, um an versteckte Glutnester zu gelangen, löschten letzte Flammen.
Hohe Waldbrandgefahr in Deutschland
Schadenshöhe und Brandursache sind noch unklar, allerdings herrscht wegen des trockenen Wetters im Frühjahr in weiten Teilen Deutschlands eine hohe Waldbrandgefahr, zum großen Teil besteht Alarmstufe 3, in einigen Teilen schon 4. Die höchste Stufe bei Waldbrandgefahren ist die Stufe 5.
Laut Landesbetrieb HessenForst begünstigt die Kombination aus trockenen Böden, vertrocknetem Laub und Gras sowie Reisig die Entstehung von Waldbränden. Dazu kommt: Der März war in weiten Teilen Deutschlands der trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichungen vor 144 Jahren.
Ein HessenForst-Sprecher: „Das Wetter bleibt weiterhin ungünstig: Für die kommenden Tage sind zwar fallende Temperaturen angekündigt, jedoch keine Niederschläge prognostiziert. Die erwartete Zunahme des Windes wird das Risiko von Waldbränden weiter erhöhen.“
Auch bei St. Ingbert (Saarland) brach in der Nacht zu Dienstag ein Waldbrand aus, 600 Quadratmeter Fläche wurden zerstört.