Mächtig was los – aber leider vor allem abseits des Rasens …
Hertha verliert das Traditionsduell gegen Kaiserslautern 0:1, bleibt damit weiter im Negativtrend. Der FCK hingegen zieht mit Tabellenführer Hamburg gleich – und träumt weiter vom Aufstieg.
Nicht mit dabei sind 219 Krawall-Gästefans, die auf dem Weg in Richtung Olympiastadion wieder umkehren mussten – und so den Sieg in Richtung Spitze verpassen.
Was war passiert?
An einem Rastplatz bei Eisenach sollen die Lautern-Krawallos nach B.Z.-Informationen zufällig auf Anhänger von Alemannia Aachen getroffen sein, dort soll zu einer Schlägerei gekommen sein. Drittligist Aachen spielte auswärts in Aue (1:1).
Zwar flüchteten die FCK-Anhänger in Reisebussen in Richtung Berlin, doch die Polizei stoppte die Kolonne gegen 18.30 Uhr im Raum Leipzig, sprach ein Aufenthaltsverbot für Berlin aus, sodass 219 Kaiserslautern-Fans unter Polizeibegleitung den Weg zurück antreten mussten.
Zum Spiel: Im Traditionsduell ist es lange total eng – bis Luca Sirch (25) einen Konter für die Roten Teufel zum 1:0 veredelt (57.).
Lautern oben auf – und Hertha am Boden. Es ist die dritte Pleite in Serie für das Team von Cristian Fiel. Kaiserslautern hingegen feiert den 4. Sieg im 4. Spiel in diesem Jahr, auch ohne den gesperrten Anfang.
Wieder von Anfang mit dabei ist Hertha-Star Fabian Reese (27). Und das sogar als Kapitän, denn Fiel setzt den etatmäßigen Spielführer Leistner überraschend auf die Bank.
Reese gibt sein Start-Debüt nach knapp 9 Monaten mit Verletzungs-Problemen – und ist direkt wieder voll dabei.
In der ersten Halbzeit ist es vor allem der Rückkehrer, der für Gefahr vor dem FCK-Kasten sorgt, gleich dreimal probiert es der Offensivmann. Die dickste Chance vereitelt Keeper Krahl, lenkt einen satten Reese-Schuss aufs lange Eck um den Pfosten (33.). Auch nach der Pause ist Reese Aktivposten (54.).
Hilft alles nichts – am Ende triumphieren die Gäste aus der Pfalz. Und das trotz 219 fehlender Fans.