Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist überzeugt, dass es in der Europäischen Union eine Mehrheit dafür gibt, im Fall eines Friedensabkommens zwischen der Ukraine und Russland künftig auch Soldaten in der Ukraine auszubilden. „Ich begrüße, dass es heute eine breite Unterstützung dafür gibt, das Mandat unserer EU-Militärmission zu erweitern, um nach einem Waffenstillstand Ausbildung und Beratung innerhalb der Ukraine anzubieten“, sagte Kallas nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Kopenhagen.
Kallas zufolge könnte dieser Schritt Teil umfassender westlicher Sicherheitsgarantien für die Ukraine sein, um eine mögliche Waffenruhe mit Russland abzusichern. „Wir müssen bereit sein, mehr zu tun.“ Dazu könne auch die Entsendung von EU-Ausbildern an ukrainische Militärakademien und -einrichtungen gehören.
EU-Verteidigungsminister beraten auch über Militärhilfen und Sicherheitsgarantien
Bislang wurden bereits mehr als 80.000 ukrainische Soldaten von EU-Staaten ausgebildet – allerdings außerhalb des ukrainischen Territoriums.
Darüber hinaus haben die EU-Verteidigungsminister auch über weitere Militärhilfen für die Ukraine und die Verteidigungsbereitschaft der EU beraten. Dabei waren auch mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Falle einer Friedenslösung im Krieg gegen Russland Thema.
Die diplomatischen Bemühungen westlicher Staaten um einen Frieden blieben bislang ergebnislos. Auch das Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Mitte des Monats in Alaska brachte keinen Durchbruch.