Bremen – Eine Mutter und zwei kleine Kinder sterben nach einem Brand im Kinderzimmer im Bremer Ortsteil Ellener Feld. Jetzt hat die Polizei die tragische Brandursache bekannt gegeben.
Die schreckliche Nachricht vom Samstag: Mitten in der Nacht gegen 2.55 Uhr rückte die Feuerwehr zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus aus. Vor dem stark qualmenden Gebäude steht der aufgelöste Vater (36), der seine Frau (35) und seine beiden Kinder (3, 6) trotz eigener Löschversuche nicht aus der brennenden Wohnung retten konnte.
Mutter und Kinder sind wohl im Schlaf erstickt
Atemschutztrupps der Feuerwehr drangen in die Brandwohnung ein, entdeckten die Mutter und die Kinder leblos im Kinderzimmer. Die Einsatzkräfte brachten die drei Personen ins Freie, wo der Rettungsdienst direkt Reanimationsmaßnahmen einleitete. Leider ohne Erfolg!
Laut Polizei war im Kinderzimmer ein Schwelbrand mit großer Rauchentwicklung ausgebrochen. Die drei Personen sind offenbar im Schlaf erstickt.
Heißer Föhn setzt Kuscheltier in Brand
Nach intensiven Untersuchungen vor Ort gehen die Ermittler von einer Verkettung unglücklicher Umstände als Brandursache aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde das Feuer durch einen über längere Zeit eingeschalteten Föhn ausgelöst. Dieser war nach Gebrauch noch heiß und wurde im Kinderzimmer auf eine Box mit Stofftieren und anderen Spielzeugen gelegt. Der Haartrockner war laut Polizei ein handelsüblicher Föhn.
Teile des Stofftieres gerieten dabei vermutlich an die noch heiße Heizspirale des Föhns, was einen Schwelbrand auslöste. Giftiger Qualm breitete sich schnell im Zimmer aus, was letztendlich zum Tod der drei Menschen führte.
Notfallseelsorge für Vater und Einsatzkräfte
Der Vater musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Notfallseelsorge wurde alarmiert, um ihn neben der medizinischen Versorgung seelsorgerisch zu betreuen.
Auch für die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wurden Nachsorgeteams noch in der Nacht organisiert. Einige Einheiten sind mit Einsatzende vorübergehend außer Dienst gegangen.