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Donald Trump erwägt „freundliche Übernahme“ Kubas

US-Präsident Donald Trump hat die Möglichkeit einer „freundlichen Übernahme“ Kubas erwogen. Die kubanische Regierung stecke „in großen Schwierigkeiten“, sagte Trump vor Reportern im Weißen Haus. Es gebe zwar derzeit Verhandlungen mit der Regierung in Havanna, aber „es könnte durchaus zu einer freundlichen
Übernahme Kubas kommen“. US-Außenminister Marco Rubio befasse sich auf „sehr hoher
Ebene“ mit dieser Frage, sagte der US-Präsident.

Ob Trump sich
damit auf eine mögliche Annexion durch die USA bezog oder andere Staaten
ebenfalls involviert wären, ging aus der knappen Antwort des
Republikaners nicht hervor. Auch einen Zeitrahmen nannte er nicht.

Die USA üben seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas
kommunistische Regierung aus. Seit Dezember erhielt das Land kein Öl
mehr aus Venezuela, da Trump eine vollständige Blockade für
sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen
Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump mit Zöllen gegen Kubas
Öllieferanten. Mittlerweile sollen bestimmte Sanktionen gelockert
werden

Schüsse auf Schnellboot

Die Stimmung zwischen den USA und Kuba ist weiter angespannt. Am Mittwochmorgen war es zu einem Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellbootes gekommen. Vier der zehn Menschen auf dem
Schnellboot wurden getötet, die anderen verletzt. Auch der Kommandant
des kubanischen Patrouillenboots wurde verletzt.

Nach kubanischer Darstellung verfolgte die zehnköpfige Besatzung des
Schnellbootes terroristische Absichten und wollte illegal nach Kuba
eindringen. An Bord des Bootes seien Waffen, Sprengsätze und
Tarnuniformen gefunden worden. „Alle Beteiligten sind in den Vereinigten
Staaten lebende Kubaner“, hieß es. 

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