Wladyslaw Heraskewytsch wollte bei den Olympischen Spielen in Italien ein Zeichen setzen und löste damit die größte Kontroverse der Spiele aus. Der Helm des ukrainischen Skeletonfahrers sollte an Sportler seines Heimatlandes erinnern, die seit der russischen Invasion im Februar 2022 getötet wurden. Eine Künstlerin hatte dafür Bilder von 22 Athletinnen und Athleten auf den Helm gezeichnet. Sie sollten stellvertretend für die Hunderten getöteten Sportler stehen.
Nachdem er mit diesem „Helm der Erinnerung“ im Training angetreten war, forderte das Internationale Olympische Komitee ihn auf, für den Wettkampf einen anderen Helm zu wählen. Als er sich weigerte, wurde Heraskewytsch vom Wettkampf ausgeschlossen. Eine Beschwerde vor dem Internationalen Sportgerichtshof blieb ohne Erfolg. Heraskewytsch reiste aus Italien ab, ohne angetreten zu sein.
Einen Sieg aber hat er errungen: Über seinen Helm und die darauf abgebildeten Sportler wird gesprochen. Hier erzählen wir die Geschichten der abgebildeten Athleten – und lassen Angehörige zu Wort kommen.