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Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich

Die Bundesregierung rechnet für das laufende Jahr nur noch mit 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Im Januar hatte sie noch mit 1,0 Prozent Wachstum gerechnet, Anfang Oktober mit 1,3 Prozent

»Die für dieses Jahr erwartete wirtschaftliche Erholung wird einmal mehr
durch externe geopolitische Schocks ausgebremst«, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). »Der Krieg im Iran treibt
die Preise für Energie und Rohstoffe in die Höhe. Das belastet die
privaten Haushalte und erhöht die Kosten für die deutsche Wirtschaft.«

Zudem rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr mit einer Inflationsrate von
2,7 Prozent und im nächsten Jahr von 2,8 Prozent. Im März hatten die
Folgen des Irankriegs die Verbraucherpreise bereits auf den höchsten
Stand seit mehr als zwei Jahren getrieben. Die Inflationsrate lag bei 2,7 Prozent, nach 1,9 Prozent im Februar.

Bundesregierung folgt Wirtschaftsinstituten

Anfang April hatten bereits die führenden Wirtschaftsinstitute ihre Erwartungen für 2026 wegen des Irankrieges mehr als halbiert. Auf ihrer Prognose basiert auch die Projektion der
Bundesregierung. Der Anstieg der Kraftstoffpreise aufgrund der
Sperrung der Straße von Hormus und der Zerstörung von
Energieinfrastruktur in den Golfstaaten durch den Iran machen der
deutschen Wirtschaft zu schaffen. Die weitere Entwicklung und jegliche
Prognosen sind angesichts der instabilen Lage in Nahost zudem mit großer
Unsicherheit behaftet.

Deutschland war 2025 nur knapp am dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum
vorbeigeschrammt – das BIP wuchs um 0,2 Prozent. In diesem Jahr sollte es
eigentlich wieder merklich bergauf gehen, getragen vor allem durch
staatliche Milliardenausgaben zur Modernisierung der Infrastruktur und
für Verteidigung.

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