Es sind erschütternde Details, die jetzt über die Todesfahrt von Katia P. d. S. (44) in der Toskana (Italien) bekannt werden.
Zwei deutsche Schülerinnen (17, 19) einer Gesamtschule in Duisburg (NRW) kamen ums Leben, als die Brasilianerin die Mädchen am Mittwoch in Lido di Camaiore mit ihrem Mercedes-Geländewagen überfuhr.
Noch immer ist unklar, warum die Todesfahrerin mit 80 km/h auf den Bürgersteig raste.
Sie reagierte nicht auf Schreie
„Es war, als wäre sie in Trance“, schilderte ihre Beifahrerin Mimosa B. der Polizei die tödliche Fahrt. Ihre Freundin, die sie mit dem Mercedes GLA vom Einkaufen abgeholt hatte, habe nicht auf Schreie reagiert und sei einfach auf dem Bürgersteig weitergefahren.
Während die Beifahrerin weiterhin im Krankenhaus behandelt wird, musste sich Katia P. d. S. in Lucca erstmals vor Gericht verantworten. Weinend versuchte die Brasilianerin, alle Fragen der Richterin zu beantworten.
Kein technischer Defekt
Doch es war wenig, was sie laut Gerichtsakten zu ihrer 250 Meter langen Horrorfahrt sagen konnte: „Mein Kopf ist leer, ich habe mein Gedächtnis verloren. Ich kann fahren, ich habe das Auto nicht zum ersten Mal benutzt. Ich habe die Sicherheitssysteme nicht abgeschaltet.“
Ein technischer Defekt lag offenbar nicht vor, die Fahrerin stand auch nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Deshalb soll sie nun neurologisch untersucht werden.
Ein anderer Zeuge, der kurz vor dem Unfall hinter dem Mercedes an einer Ampel stand, sagte aus: Obwohl die Ampel grün zeigte, sei der Wagen zunächst stehen geblieben. Er habe ihn deshalb überholt.
Nach 100 Metern sei der Mercedes dann bei Rot losgefahren und habe mit hoher Geschwindigkeit rechts überholt – bevor die Brasilianerin das Auto auf den Bürgersteig lenkte …