Schwandorf (Bayern) – Sie freute sich auf den Abend mit ihrer Freundin, mit Pasta und Prosecco – drei Tage später war Andrea A. (46) tot. Der schreckliche Verdacht: Waren die Tortellini in Sahnesoße der Grund, warum die Altenpflegerin und zweifache Mutter sterben musste? Das wird ermittelt.

BILD besuchte Andreas Familie zu Hause in Schwandorf in der Oberpfalz (Bayern). Im Garten ihres Häuschens sitzen Tochter Chantal (20), Sohn Merlin (24) und Papa Albert (47). 25 Jahre lang war das Paar verheiratet.

Der Mädelsabend startete im Garten der Familie

Der schöne neue Garten ist das Herzensprojekt der Familie und war gerade erst fertig geworden. „Wir haben einen schwierigen Hund aus einer Tötungsstation adoptiert, konnten deshalb nicht mehr wegfahren. Wir haben also immer zusammen Urlaub zu Hause gemacht. Als Nächstes wollten wir die Hofeinfahrt neu gestalten.“

Auch der verhängnisvolle Abend startete im Garten der Familie. Andreas Mann Albert erzählt: „Einmal im Monat war Mädelstag. An dem Samstag haben sich die zwei Freundinnen erst bei uns getroffen und im Garten etwas getrunken. Gegen 19 Uhr sind sie zum Italiener aufgebrochen.“

Foto vom Essen im Restaurant

Die Frauen wollten das Restaurant ausprobieren. Andrea postete bei Facebook erst ein Foto der Speisekarte, wenig später ihre Tortellini mit Schinken in Sahnesoße. Nicht nur die Altenpflegerin, auch ihre Freundin (48) hatte Lust auf Tortellini, bestellte jedoch die Version „Bologna“ mit Hackfleischsoße.

Erst Übelkeit, dann Tod

Beide Frauen fühlten sich bereits auf der Fahrt nach Hause schlecht. Die 48-Jährige musste sich sogar übergeben. Auch der Gesundheitszustand von Andrea A. verschlechterte sich. Doch sie konnte nicht brechen, obwohl es ihr so miserabel ging.

Nach einer schlimmen Nacht stand fest: Die Freundinnen müssen sofort ins Krankenhaus. Ein Krankenwagen fuhr sie hin. Albert erzählt: „Die Freundin wurde am Montag entlassen, aber Andrea sollte noch eine Nacht länger bleiben. Am Dienstag um 23.20 kam der Anruf aus dem Krankenhaus. Man sagte mir, dass sie verstorben ist.“

Das Ende aller Pläne, die das unzertrennliche Paar für die Zukunft geschmiedet hatte. Eigentlich wollten sie ein Wohnmobil kaufen und die Welt bereisen.

Restaurant geschlossen, Polizei ermittelt

Die Polizei ermittelt nun, was in dem Restaurant passiert sein könnte. In der Vergangenheit gab es zwei weitere Fälle von Kunden, die nach dem Essen in dem Lokal über Unwohlsein klagten.

Die Trattoria ist derzeit geschlossen. Der Anwalt des Betreibers, Philipp Pruy, sagte zu BILD, dass alle Erklärungsversuche im Moment Spekulationen seien. „Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Essen und dem Tod der Frau gibt, ist vollkommen offen.“

Im Garten der Familie sagen die Kinder Chantal und Merlin: „Sie war mit Herz und Seele Altenpflegerin. Wir vermissen unsere Mama.“ Auch für Papa Albert hinterlässt Andrea eine große Lücke. „Das ist mit allem Geld der Welt nicht aufzuwiegen.“