TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Berlin – Deutschlands größte Sonntagszeitung feiert 70. Geburtstag. Doch das Team von BILD am SONNTAG schaut nicht zurück, sondern nach vorn. Oder besser: Lässt nach vorn schauen. Und zwar diejenigen, die in Zukunft das Sagen haben werden. Im ganzen Land waren Reporter unterwegs und haben Kinder befragt, wie sie sich ihr Leben in 70 Jahren vorstellen.

Wie sieht unsere Welt aus? Was essen wir? Wo leben wir? Und haben unsere Autos endlich fliegen gelernt? 18 Kinder, 18 Antworten! Dazu haben wir die Künstliche Intelligenz gebeten, die Kinder von heute 70 Jahre älter zu machen. Klicken Sie auf die Fotos und lassen Sie sich überraschen!

Übrigens: Noch mehr Zukunftsthemen gibt’s in der aktuellen BILD am Sonntag: 70 Fragen an die Welt in 70 Jahren, beantwortet von den besten Zukunftsforschern und Experten des Landes.

„Die Welt wird ganz sicher ein besserer Ort sein“

Marlen (10) aus Weimar (Thüringen) besucht die 3. Klasse: „Ich glaube fest daran, dass unsere Welt in Zukunft ein besserer Ort als heute sein wird. Vor allem hoffe ich, dass Kriege der Vergangenheit angehören, denn Frieden ist mir sehr wichtig. Nur dann kann ich sicher wohnen und eine Familie gründen. Was das Klima betrifft, so hoffe ich, dass es trotz der Erderwärmung nicht wesentlich heißer wird. Da setze ich auf pfiffige Forscher, die das Problem lösen. Ein ganz besonderer Traum von mir wäre ein Haustier, das fliegen kann – am liebsten ein fliegendes Pferd, denn Pferde liebe ich über alles.“

„Die Menschen werden weniger in der Natur leben“

Eleyna (10) kommt aus Wuppertal und geht in die 5. Klasse: „Wenn ich in 70 Jahren aus dem Fenster sehe, sieht die Welt bestimmt komplett anders aus als jetzt. Ich glaube, dass es durch die Klimaveränderung hier dann so heiß ist wie jetzt in Dubai. Die Natur um uns herum wird weniger und die Menschen werden mehr in klimatisierten Gebäuden sein. Man muss bestimmt nicht mehr so viele Wege selbst zurücklegen, weil Transportmittel überwiegend selbstfahrend und -fliegend sein werden. Noch mehr Dinge finden digital statt. Die Auswahl an Freizeiterlebnissen wird noch größer werden, weil die Menschen immer mehr Ansprüche haben. Ins Fitnessstudio werden wir nicht mehr gehen, weil jeder zu Hause Geräte hat, die alle einzelnen Körperfunktionen und medizinischen Werte messen und für jede Person ein optimales Training entwickeln. Ich wünsche mir, dass ich in 70 Jahren meine Geschwister durch moderne Technik fast wie in echt sehen kann, egal wie weit voneinander entfernt auf der Welt wir dann leben. Vielleicht kann man dann Hologramme von Menschen erzeugen, die zu weit weg zum Besuchen sind. Ich bin froh, dass ich eine große Familie habe, weil ich mir vorstelle, dass die Menschen untereinander grundsätzlich unfreundlicher werden und jeder nur noch an sich denkt.“

„Wir machen alle Urlaub auf dem Mond“

Hailey Schuppel (10) wohnt in Westheim in Rheinland-Pfalz und besucht die 5. Klasse der Montessori-Schule in Landau: „Ich glaube, dass in 70 Jahren die KI vieles für uns übernehmen wird. Wir fliegen mit Drohnen und vielleicht leben auch schon ein paar Menschen auf dem Mars und wir machen alle Urlaub auf dem Mond. Auch unsere Städte werden sich verändern. Statt in Einfamilienhäusern werden wir in Hochhäusern leben, weil wir immer mehr Menschen auf der Erde sein werden und daher viel weniger Platz haben. Aber dafür ist auch keiner mehr einsam. Wir werden alle Roboter haben, die unsere besten Freunde werden können, die für uns den Haushalt machen und die sich ständig um uns kümmern. Vielleicht muss auch kein Mensch mehr sterben, weil viele Krankheiten geheilt werden können. Womöglich hat jeder von uns einen Klon, der uns mit Ersatzorganen versorgt. Zudem könnte ich mir gut vorstellen, dass wir mit unseren Tieren über ein Halsband reden können und es neue Pflanzen gibt, die wir heute noch gar nicht kennen und die unsere Luft und unser Wasser komplett reinigen können. Das wäre doch toll. Aber im Grunde glaube ich nicht unbedingt daran, dass die Welt für uns in 70 Jahren schöner wird, weil es vielleicht noch mehr böse Menschen und noch mehr Kriege geben wird. Aber vielleicht sind dann auch nur noch Roboter die Soldaten und kein Mensch muss mehr sterben. Ich freue mich trotzdem auf die Zukunft. Es wird sicherlich vieles ganz anders und spannend werden.“

„Die Bahn wird in 70 Jahren pünktlich sein“

Jonah (11) aus Freigericht (Hessen) besucht die 5. Klasse eines Gymnasiums: „Ich glaube, dass es in 70 Jahren fliegende Autos gibt. Wir sitzen auch selbst nicht mehr hinter dem Steuer. Wir tippen stattdessen auf einem Computer ein, was das Auto machen soll. Die Autos werden ganz abgespaced aussehen und eine ganz andere Karosserie haben. Ich stelle mir die Autos mit großen LEDs, einer riesigen Frontscheibe, ohne Lenkrad und mit vielen Tasten vor. Und Reifen gibt es auch nicht mehr. So ein Auto würde sicherlich über fünf Millionen Euro kosten. Ich glaube auch, dass die Deutsche Bahn in 70 Jahren keine Verspätungen mehr hat. Ich habe mal mit einem Lokführer gesprochen, der mir sagte, dass es in der heutigen Zeit zu viele Züge für zu wenige Gleise gibt. Deshalb funktioniert das alles aktuell nicht. Jetzt werden aber gerade neue Gleise gebaut. Der Lokführer meinte zu mir auch, dass das zwar noch dauert, aber alles laufen wird, wenn ich erwachsen bin.

„Wir werden in den Bäumen leben“

Laura Eichler (12) kommt aus Viernheim in Hessen und geht auf das Albertus-Magnus-Gymnasium. Sie möchte später mal Tagesschau-Moderatorin werden: „Ich glaube, die Welt wird in 70 Jahren viel grüner und schöner aussehen. Einige Menschen werden sogar in Häusern, die auf Bäumen gebaut sind, leben und dort auch über eine App direkt mit den Bäumen kommunizieren können. Wir brauchen dann auch keine fossilen Energien wie Öl oder Gas mehr. Die Pflanzen werden uns durch ihre Fotosynthese mit Strom und Energie versorgen. Daher wird unsere Luft auch wieder viel sauberer und der Klimawandel eingedämmt. Fast alles wird über die KI gesteuert. Gut möglich, dass viele Menschen sich dann auch viel zu stark auf KI verlassen und wir daher unselbstständiger und dümmer werden. Andererseits werden sich dann aber auch Roboter um alte Menschen kümmern. Das wäre sehr beruhigend, denn immer mehr Menschen leben im Alter ja ganz alleine, und auch viele Krankheiten können einfach durch einen Impfstoff geheilt werden oder brechen dadurch erst gar nicht mehr aus. Ich befürchte aber schon, dass es auch weiterhin Kriege geben wird.“

„Statt Autos gibt es nur noch Drohnen“

Lukas (12) aus Friedrichsdorf (Hessen) geht in die 6. Klasse einer Gesamtschule: „Ich will später Kinder haben und könnte mir vorstellen, irgendwas mit Technik oder Mathe zu machen. Die Zukunft wird bestimmt spannend. Ich könnte mir vorstellen, dass wir dann alle auf den Mond und den Mars fliegen. Denn wenn die Menschen weiter so mit der Erde umgehen und z.B. den Regenwald abholzen, wird es hier nicht mehr so schön sein. Auf dem Mond sind dann vielleicht auch schon Siedlungen gebaut, alles total stylish. Man wird Raketen bauen, die sind superschnell und leicht, mit denen können wir zwischen Erde und Mond hin- und herfliegen. Ich glaube, ganz viel bzw. alles wird mit KI ablaufen. Zum Beispiel werden Autos in Drohnen umgebaut. KI steuert die Drohnen dann. Dann gibt es Luftstraßen, genauso wie heute schon die Flieger am Himmel ihre eigenen Straßen haben. Auch in der Medizin wird sich einiges tun. Da wird auch KI viel übernehmen und es wird viel mehr Medikamente geben. Dann ist z.B. Krebs heilbar.“

„Meine Welt steht Kopf in 70 Jahren“

Mila (10) aus München hat trotz ihrer quirligen Art und fröhlichen Stimmung eine seltene Krankheit. Sie kam mit einem Mangel an roten Blutkörperchen zur Welt, muss alle drei Wochen für einen ganzen Tag in eine Klinik zur Bluttransfusion. Sie hat ein Bild gemalt, das sie als 80-Jährige mit Röckchen und T-Shirt beim Tennisspielen mit einem humanoiden Roboter zeigt: „In 70 Jahren werden Maschinen unsere Freunde sein, da bin ich mir ganz sicher. So ein Roboter wäre auch ein idealer Match-Partner beim Tennis, der hat nämlich immer Zeit und kann sich auf das Können seiner menschlichen Mitspieler einstellen.“ Ihr Gesicht als Oma auf der Zeichnung zeigt wenig Falten. „Ich bin sicher, bis dahin ist auch eine Creme entwickelt, die einen viel jünger aussehen lässt. Die Menschen werden grundsätzlich viel älter. 100 Jahre sind dann ganz normal. Und die Wissenschaftler erfinden eine Pille, die mich und andere Kinder heilen kann.“

„Es gibt nur noch schönes Wetter“

Smilla (6) aus Mühlhausen (Thüringen) kommt dieses Jahr in die Schule: „Ich mache mir oft Gedanken über die Zukunft und wie es dann hier bei uns aussehen wird. Da wird es Autos geben, die ganz von allein fahren. Aber ich mag lieber Fahrräder, und da sind sicher auch welche dabei, auf die ich mich setzen kann und die sich von ganz allein bewegen. Dann soll es später nur noch schönes Wetter geben, jeder wohnt in einem bequemen Haus und hat eine nette Familie mit Kindern. Und auf jeden Fall wird es in der Zukunft keine Kriege mehr geben.“

„Alle sind bunt und keiner streitet mehr“

Lilli (6) aus Dresden kommt auch in diesem Sommer in die Schule: „In 70 Jahren ist alles richtig bunt, überall. Die Häuser sind bunt, auch innen, sogar der Herd. Mit Steckerperlen kann man die Farben einfach verändern, dann wird alles plötzlich pink oder glitzer oder gelb. Die Bäume sind auch bunt. Wenn ich rausgehe, ist die ganze Welt bunt und ich fühle mich gut. Es gibt keinen Krieg, weil sich niemand streitet und alle friedlich sind. Alle lachen mehr und machen das, was sie gern machen. Auch arbeiten. Ich bin immer ich, ­immer Lilli. Meine Eltern haben dann auch bunte Haare. Mamas leuchten, Papas sind grün. Es gibt Feuerschuhe, damit kann man senkrecht in die Luft fliegen, bis zu den Wolken. Und alle hinterlassen dabei bunte Fußspuren auf dem Boden. Und es gibt Drachen, die sind unsere Busse, und die fliegen die Menschen überall hin! Alles ist frei und schön und jeder kann spielen. In meiner Welt wollen alle 70 werden!“

„Alle Autos werden ohne Sprit fahren“

Mara Oertel (11) kommt aus Harzgerode in Sachsen-Anhalt und geht in die 5. Klasse: „Ich glaube daran, dass Autos in der Zukunft ohne Sprit fahren werden und fliegen können. Lebensmittel werden viel weniger kosten und auf der ganzen Welt herrscht Frieden, es gibt keine Kriege mehr. Tiere werden besser von uns Menschen behandelt, wir verstehen ihre Sprache und schwere Krankheiten wie Krebs existieren nicht mehr – die Forscher haben bis dahin alles unter Kontrolle. Alle Menschen bleiben endlich gesund. Roboter übernehmen alle Arbeiten, damit es für uns leichter wird.“

„Alle Tiere sind unsere Freunde“

Alexander (6) wird von seinen Freunden Tanni genannt und geht in die erste Klasse einer Montessori-Schule in Meerbusch (Nordrhein-Westfalen): „Ich glaube, dass in 70 Jahren alle Menschen verstehen, dass Tiere genauso Gefühle haben wie wir. Dass sie Angst haben können, traurig sind und sich auch freuen, wenn man lieb zu ihnen ist. In meiner Zukunft isst niemand mehr Tiere. Es gibt ganz viele neue Gerichte, die genauso gut schmecken wie früher Fleisch. Kühe dürfen auf großen Wiesen leben und müssen keine Angst mehr haben, eingesperrt zu werden. Hühner legen Eier, wenn sie wollen, und Schweine können einfach glücklich sein. Es gibt dann auch keine Schlachthäuser mehr. Stattdessen bauen die Menschen schöne Orte, an denen Tiere beschützt werden. In den Städten gibt es viele Parks und überall Bäume und Blumen. Alle sind freundlicher zueinander, weil sie verstanden haben, dass jedes Lebewesen wichtig ist. Ich wünsche mir, dass niemand mehr einem Tier wehtut und alle merken: Tiere sind unsere Freunde. Das ist meine Zukunft.“

„Es wird jeden Tag 35 Grad warm“

Thilo (8) kommt aus Coesfeld in Nordrhein-Westfalen: „In der Schule sieht es in 70 Jahren anders aus: Die Lehrer sind dann Roboter, die wissen dann einfach alles. Menschen gibt es da gar nicht, die Roboter sind auch die Ansprechpartner. Wenn ich mir beim Trampolinspringen mal wehtue, helfen sie mir auch weiter. Zur Schule zu kommen, ist auch einfacher. Die Schüler haben dann eine Uhr, mit der sie sich einfach in die Schule beamen können. Es könnte aber passieren, dass ich mich dann aus Versehen auch mal nach Mallorca an den Strand beame … Aber auch in Deutschland wird es warm, die Sonne scheint nur, es sind jeden Tag mindestens 35 Grad hier. Viel wächst hier nicht mehr, nur noch Bäume. Die brauchen ja die Hunde! Die sind wie jetzt, ich liebe Hunde, werde später ganz viele haben.“

„Fleisch gibt es aus dem 3D-Drucker“

Isaiah Jacobi (11) kommt aus Kriftel im Taunus und geht in die 5. Klasse des Gymnasiums Hofheim: „Ich will Fußball-Profi werden, bis ich 41 Jahre alt bin, danach mache ich Karriere als Fußball-Trainer. Wir werden in 70 Jahren nicht nur gegen Menschen Fußball spielen, sondern auch gegen Roboter und Aliens, die auf dem Mars oder Jupiter leben. Ich will keine Kinder, was meine Mutter aber nicht so toll findet, sie hätte nämlich gerne Enkel. In 70 Jahren wird es coole Autos geben, die alle durch die Luft fliegen. Keine Straßen mehr, damit gibt es auch keine Staus. Es gibt keine Inflation mehr, alles wird günstiger, Autos, Lebensmittel … Fleisch wird nicht von Tieren genommen, sondern aus dem 3D-Drucker, dann müssen keine Tiere sterben. Das Fleisch aus dem Drucker wird auch viel leckerer sein. Und Ärzte haben dann schon längst ein Medikament gegen Krebs gefunden, Krebs ist dann heilbar.“

„Unser Leben wird schneller, aber auch schlimmer“

Leonard (8) kommt aus Meerbusch (NRW) und geht in die dritte Klasse: „Ab Mai gehe ich in Dubai auf die Schweizer Schule, da meine Eltern auswandern. Ich stelle mir vor, dass es in 70 Jahren Autos gibt, die fliegen können, und vielleicht auch andere Dinge, die unser Leben schneller machen. Man muss nicht mehr selbst fahren und kann einfach irgendwohinfliegen. Und alles, was man braucht, wird einem mit einer kleinen Drohne geliefert. Aber ich glaube auch, dass vieles auf der Welt in siebzig Jahren kaputt ist. Vielleicht gab es Kriege oder große Probleme, und deshalb sind viele Städte zerstört. Ich denke, dass nicht mehr alles so schön ist wie heute und man an manchen Orten sieht, dass dort Krieg war. Deshalb ist die Zukunft für mich irgendwie beides: Einerseits spannend, weil es neue Technik gibt und alles moderner ist. Andererseits aber auch ein bisschen schlimm, weil nicht alles gut ausgegangen ist und vieles kaputt ist. Mein kleiner Bruder Alexander sieht das ganz anders. Er denkt, dass alles gut wird, dass die Menschen nett sind und die Welt insgesamt besser wird. Er glaubt eher an eine schöne Zukunft ohne so viele Probleme. Ich glaube eher, dass die Menschen in siebzig Jahren immer noch nicht klüger sind als heute.“

„Rohstoffe werden leider schwinden“

Sophie (10) geht in die 3. Klasse und kommt aus Weimar: „Ich stelle mir vor, dass ich in 70 Jahren in einem eigenen Haus lebe. Vielleicht werden uns dann viele Roboter die Arbeit abnehmen, auch wenn ich meinen Haushalt wahrscheinlich trotzdem noch selbst in Ordnung halten muss. Dass es bis dahin wirklich fliegende Autos geben wird, kann ich mir allerdings noch nicht vorstellen, das wird noch eine Zeit dauern. Ich habe große Sorge, dass Kriege zunehmen könnten. Der Grund dafür werden schwindende Rohstoffe wie Wasser und Holz sein.“

„Ich kann endlich mit meinen Katzen sprechen“

Monika (12) kommt aus Nürnberg und geht in die 5. Klasse: „Wenn ich mir die Zukunft vorstelle, denke ich, dass sich in den nächsten 70 Jahren total viel verändern wird. Ich glaube, dass es dann keine Fahrer mehr braucht, weil alle Autos automatisch fahren. Das ist dann bestimmt auch viel sicherer. Außerdem stelle ich mir vor, dass wir mit den Tieren sprechen können! Ich habe selbst zwei Katzen und es wäre so cool, endlich zu wissen, was sie denken oder fühlen. Gleichzeitig glaube ich aber auch, dass es traurig wird, weil es vielleicht viele Tiere dann gar nicht mehr gibt. Die Welt wird bestimmt auch viel virtueller. Man könnte sich mit anderen Menschen treffen, ohne wirklich da zu sein. Und vielleicht gibt es sogar eine Verbindung zwischen Menschen ganz ohne Handy. In der Schule wird sich auch alles verändern. Ich denke, dass wir komplett mit KI lernen werden, die genau weiß, was wir brauchen und wie wir am besten lernen. Das könnte vieles einfacher machen. Auch beim Essen wird es anders sein. Vielleicht gibt es Programme, die genau berechnen, was man essen soll, je nachdem, ob man zum Beispiel krank ist oder gesund bleiben will. Ich finde die Zukunft spannend.“

„Wenn es Streit gibt, kommt die Roboter-Polizei“

Luke (10) kommt aus Coesfeld in Nordrhein-Westfalen: „Mit 80 Jahren blicke ich auf meine Fußballkarriere bei Schalke und Real Madrid zurück. In meiner Freizeit fliege ich dann auf den Mond, Urlaub mache ich auf dem Mars, da habe ich ein Ferienhaus. Da kann ich abkühlen. Hier ist es in 70 Jahren viel heißer, im Sommer 40 oder 45 Grad, im Winter noch 20 Grad. Das ist blöd, lässt sich aber nicht mehr ändern. Vieles wird trotzdem einfacher. Statt eines Autos habe ich so eine Mischung aus Düsenjet und Auto, der fliegt mit Strom, den unterirdische Maschinen aus der Luft filtern. Wenn es Streit gibt, schreitet die Roboter-Polizei ein. Die sind gerechter als Menschen. Außerdem sterben die nicht, die brauchen höchstens mal ein Update… Zu Hause habe ich eine Maschine, mit der ich Geld drucken kann – damit kann ich mir dann alles leisten. Man kann sich sogar Tiere mit dem 3D-Drucker machen.“

„Wir werden auf dem Mond siedeln“

Miriam (11) aus Weimar ist Schülerin der 4. Klasse: „Es ist durchaus vorstellbar, dass wir eines Tages auf einem anderen Planeten oder sogar auf dem Mond siedeln. Möglicherweise bricht auch eine neue Eiszeit an und verwandelt die Erde in eine Welt aus Eis. Trotzdem würde ich das Leben hier auf der Erde vorziehen. Besonders spannend ist die Vorstellung von fliegenden Wohnhäusern und kleinen, automatischen Monstern oder Robotern, die dann für meine künftige Familie das Zimmeraufräumen übernehmen.“