Deutsch

Trump will »weit mehr« als 5.000 Soldaten abziehen

Der geplante Teilabzug von US-Truppen aus Deutschland könnte laut US-Präsident Donald Trump noch umfangreicher ausfallen als angekündigt. »Wir werden die (Truppenstärke) stark reduzieren. Und wir reduzieren um weit mehr als 5.000«, sagte Trump am Samstag (Ortszeit) vor Reportern in Florida. Eine konkrete Zahl nannte er nicht.

Am Freitag hatte das US-Verteidigungsministerium angekündigt, innerhalb der kommenden sechs bis zwölf Monate rund 5.000 Soldaten aus der Bundesrepublik abzuziehen. Der Entscheidung sei eine gründliche Überprüfung der amerikanischen Truppenpräsenz in Europa vorausgegangen, teilte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums mit. Zudem werde damit den Anforderungen in den Einsatzgebieten und den Bedingungen vor Ort Rechnung getragen.

Auslöser war der Streit mit Friedrich Merz

Mit dem Abzug von Truppen aus der Bundesrepublik hatte Trump erst zu Wochenbeginn gedroht. Hintergrund sind Spannungen mit Bundeskanzler Friedrich Merz, der Kritik am Krieg der USA und Israels gegen den Iran geäußert hatte.

Merz hatte unter anderem gesagt, die USA würden von der iranischen Staatsführung »gedemütigt«. Zudem beklagte er das Fehlen einer klaren Strategie der US-Regierung in dem Konflikt.

Aktuell sind rund 36.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert. Das Pentagon unterhält in Deutschland mehrere große Militäreinrichtungen, etwa das Oberkommando für Europa (EUCOM) in Stuttgart und den Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz, der als Drehkreuz der US-Luftwaffe gilt. Je nach Einsätzen, Übungen und Truppenrotationen sind in Europa in der Regel zwischen 80.000 und 100.000 US-Soldaten stationiert.

Mehr lesen