Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner hat sich erschüttert über neue Ermittlungserkenntnisse zu einem Brandanschlag auf sein Grundstück geäußert. »Für mich ist das der größte Verrat, den es jemals in meinem Leben gab«, sagte Büttner dem .
Ermittler verdächtigen zwei Bekannte Büttners, den Brandanschlag am 4. Januar begangen zu haben. Zuerst hatte der darüber berichtet. Die Männer sollen auf dem Grundstück Büttners in Templin einen Schuppen in Brand gesetzt und ein rotes Dreieck auf eine Tür gesprüht haben. Das rote Dreieck gilt als Symbol der als Terrororganisation eingestuften Hamas. Der Staatsschutz hatte daraufhin wegen eines mutmaßlich antisemitischen Motivs ermittelt.
Kurz nach dem Anschlag hatte Büttner mit dem ZEITmagazin darüber gesprochen. Er mache trotzdem weiter, weil er sich nicht »von irgendwelchen gewalttätigen Deppen« einschüchtern lasse, sagte er damals. »Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass
wir niemals zulassen dürfen, dass Jüdinnen und Juden in diesem Land unsicher
sind.« Aus der Linkspartei ist Büttner inzwischen ausgetreten, im Streit um die Positionierung der Partei zu Israel.
Büttner nennt sich »eine Art Onkel« für die Beschuldigten
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelt es sich bei den jetzt ermittelten Tatverdächtigen um zwei 25 Jahre alte Männer. Bei ihnen gab es Durchsuchungen. Büttner sagte dem , dass er die Männer seit 2019 kenne. Er betreibt mit den beiden demnach laut Handelsregister eine Firma. Büttner sagte, dass diese zwar geplant gewesen, aber nie wirklich tätig geworden sei. Die Firma sei »nur eine Hülle« geblieben. Büttner bezeichnete sich als »eine Art Onkel« für die beiden Männer.
Zu einem möglichen Motiv der Tatverdächtigen ist nichts bekannt. Büttner selbst sagte dem dass er keine Erklärung dafür habe. Die Frage, ob er selbst etwas von dem Anschlag gewusst habe, verneinte er im . »Das ist doch völlig absurd, natürlich nicht«, sagte Büttner.
