Frankfurt – Vor 20 Jahren begegneten sich Iris Berben (75) und Heiko Kiesow (65) zum ersten Mal. Es war 2006, beide drehten das TV-Drama „Afrika, mon Amour“. Berben war Hauptdarstellerin, Kiesow Stuntman. Der Start einer großen Liebe, die bis heute ohne Trauschein ist. Deutschlands dezentestes Promi-Liebespaar. Gibt es ein Patentrezept für diese schöne Liebe?
Die Schauspielerin sagt zu BILD: „Beziehungen sind so individuell wie die Menschen.“ Aber entscheidend sei: „Miteinander reden, wirklich zuhören und neugierig aufeinander bleiben. Nur so bleibt eine Partnerschaft lebendig.“
So setzt Iris Berben klare Prioritäten
Trotz vollem Terminkalender sieht sich das Paar oft. Berben: „Das ist eine Frage der Organisation. Ich suche mir meine Projekte aus, mein Privatleben ist mir sehr wichtig.“ Sie entscheide bewusst, worauf sie sich einlässt, und halte sich Freiräume für das, was ihr wirklich wichtig ist. In einer Welt, die laut ist und ständig im Wettbewerb steht, brauche jeder Mensch Rückzugsorte. „Räume, in denen man zu sich findet und einfach man selbst sein kann.“
Zur Eröffnung des Nobelhotels „The Florentine“ in Frankfurt war Iris Berben mit ihrem Partner zu Gast. Im BILD-Gespräch im Innenhof schwärmt sie von der „extremen Freundlichkeit“ vor Ort. Anschließend genießt sie mit Heiko Kiesow ein entspanntes Wochenende, mit Freunden und bewusster Zeit zu zweit, fast wie ein kleines Date.
Heiko Kiesow ist der charmante Mann im Hintergrund
Ein Thema sorgte zuletzt für Aufmerksamkeit: In einer Talkshow hatte sie angemerkt, dass ihr Partner bei gemeinsamen öffentlichen Auftritten mitunter weniger Beachtung findet. Iris Berben zu BILD: „Natürlich merkt man das: Der eine steht in der Öffentlichkeit, der andere nicht. Also wird der, der bekannter ist, zuerst wahrgenommen und der andere manchmal übersehen. Aber ich kann das gut einordnen.“
Heiko Kiesow ist der stille Begleiter – ein Gentleman, der schweigt und genießt. Für Iris Berben ist der über 1,80 Meter große Stuntkoordinator ohnehin der Größte. Wenn die Filmdiva über die Liebe spricht, tut sie das mit ruhiger Klarheit und Authentizität. Ihr Blick auf Beziehungen ist eindeutig: Es gibt keine festen Regeln, keine Technik, die für alle gilt. Vielmehr sei es „eine schöne, kleine Aufgabe, die man im Leben hat“, nämlich seinen eigenen Weg zu finden, wach zu bleiben, interessiert zu sein und sich immer wieder füreinander zu entscheiden.