Der Iran verhängt wieder Beschränkungen für die Schifffahrt in der Straße von Hormus. Das teilte das Hauptquartier der Streitkräfte laut der Nachrichtenagentur Fars mit. Nachdem die Islamische Republik am Freitag die Öffnung der für den Handelsverkehr wichtigen Meerenge angekündigt hatte, begründete sie die Rücknahme des Schritts am Samstag damit, dass die USA gegen die Vereinbarung zu ihrer Wiedereröffnung verstoßen hätten.
US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag angekündigt, trotz der angekündigten Öffnung durch den Iran die US-Blockade iranischer Häfen aufrechtzuerhalten. Das traf aber auf Widerstand im Iran. Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte in den sozialen Medien, die für den weltweiten Ölhandel extrem wichtige Straße von Hormus werde »nicht offen bleiben«, sollte die Blockade der USA andauern.
Trump hatte zugleich gedroht er, die aktuelle Waffenruhe in dem Konflikt zu beenden, sollte bis zu ihrem Ablauf am Mittwoch kein Abkommen erzielt werden. Der Iran hatte die Wasserstraße nach Beginn der militärischen Auseinandersetzungen mit Israel und den USA am 28. Februar 2026 gesperrt.
Zwar erklärte Irans Außenminister Abbas Araghtschi am Freitag, die Passage sei im Zuge der Waffenruhe für den Handel geöffnet. Teheran knüpft dies jedoch an Bedingungen. Schiffe müssen eine Genehmigung der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) einholen und auf fest vorgegebenen Routen verbleiben. Unklar ist, ob sie auch eine Maut zahlen müssen.
