Rodgau (Hessen) – Durch die Wucht des Aufpralls ist die Front des grauen Golfs völlig zerstört. Der Motorblock wurde abgerissen, die Räder sind zerfetzt, die Windschutzscheibe ist zerbrochen. Die Schäden lassen erkennen, dass der Golf mit der Beifahrerseite zuerst gegen den Lkw krachte. Die Kraft, die wirkte, muss enorm gewesen sein. Und der junge Mann (23), der hier saß, hatte keine Chance. Er starb.
Er und der Fahrer (27) waren in der Nacht zu Mittwoch auf der A3 bei Rodgau im Kreis Offenbach (Hessen) in Richtung Köln unterwegs. „Um 1.49 Uhr wurden Polizei und Rettungskräfte gerufen“, so ein Polizeisprecher. Nach ersten Erkenntnissen kollidierte der junge Fahrer mit einem Lkw. Der Golf mit Bonner Kennzeichen geriet ins Schleudern und stieß gegen die Mittelleitplanke.
Der Beifahrer wurde offenbar noch aus dem Golf gezogen. Ein Krankenwagen kam zum Unfallort, doch die Retter konnten nichts mehr für ihn tun. Polizisten deckten seine Leiche ab und schirmten den Unfallort mit mobilen Wänden ab.
Golf-Fahrer kam schwer verletzt in Klinik
Was genau zu dem Unfall führte, ob einer der Fahrer möglicherweise in einen Sekundenschlaf fiel, ist noch völlig unklar. „Durch die Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger mit der Rekonstruktion des Unfallhergangs beauftragt“, heißt es. Die Ermittler setzten am Morgen eine Drohne ein.
Auch der Fahrer des Golfs wurde schwer verletzt, er kam in ein Krankenhaus. Der Lastwagenfahrer blieb nach ersten Erkenntnissen unverletzt.
A3 bis in den Morgen voll gesperrt
Polizisten sperrten die A3 zur Unfallaufnahme in Richtung Köln komplett, leiteten den Verkehr bei Hanau ab. Am Morgen staute sich der Berufsverkehr in Richtung Frankfurt etwa bis Seligenstadt auf rund sechs Kilometern Länge. Auch auf der B45 an der A3-Auffahrt kam es zu Stau. Erst nach rund sechseinhalb Stunden, um 8.41 Uhr, konnte die Autobahn wieder freigegeben werden.