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San Francisco (USA) – Nicole Kidman (58) gehört seit Jahrzehnten zu den größten Stars Hollywoods, steht für Glamour und internationale Erfolge. Doch jetzt wendet sie sich einer Aufgabe zu, die stiller kaum sein könnte: Die Schauspielerin lässt sich zur Sterbebegleiterin ausbilden und möchte Menschen in ihrer letzten Lebensphase beistehen.

Darüber sprach die Schauspielerin laut der US-Zeitung „San Francisco Chronicle“ bei einer Veranstaltung an der Universität von San Francisco. Laut der Zeitschrift hat Kidman selbst eingeräumt, dass ihr Wunsch womöglich „ein wenig seltsam klingen“ könnte. Aber ihr neuer Plan hängt eng mit einem schweren persönlichen Verlust zusammen. Kidman habe „tiefe Trauer“ seit dem Tod ihrer Mutter Janelle Ann Kidman (†84) im Jahr 2024 erlebt. Als sie starb, war Kidman auf den Filmfestspielen in Venedig.

„Als meine Mutter im Sterben lag, war sie einsam“

Als ihre Mutter im Sterben lag, sei da vor allem ein Gefühl gewesen: dass es in solchen Momenten Menschen braucht, die da sind, um Trost zu geben. Vor dem Publikum sagte Nicole Kidman: „Als meine Mutter im Sterben lag, war sie einsam, und die Familie konnte nur begrenzt für sie da sein.“

Weiter erklärte sie: „Meine Schwester und ich haben Kinder und unsere Karrieren. Wir wollten uns um sie kümmern, weil mein Vater nicht mehr unter uns war, und da dachte ich: ,Ich wünschte, es gäbe Menschen auf der Welt, die unvoreingenommen da wären und einfach Fürsorge spenden.‘“ Das sei jetzt ein Teil ihrer eigenen Weiterentwicklung „und eines der Dinge, die ich lernen werde“, sagte Kidman.

Nicole Kidmans Eltern leben nicht mehr

Schon vor dem Tod ihrer Mutter musste Nicole Kidman einen schweren Verlust verkraften: Ihren Vater Antony Kidman (†75) verlor sie bereits 2014. Er war bei einem Besuch seiner Tochter Antonia Kidman (55) in Singapur so schwer gestürzt, dass er an den Folgen des Unfalls starb.

Nicole Kidman spricht also nicht über eine abstrakte Idee. Sie spricht über ihre eigenen Erfahrungen mit den Themen Abschied, Hilflosigkeit und Trauer. Daraus entsteht jetzt offenbar der neue Wunsch: nicht wegsehen, sondern für andere da sein, wenn das Leben endet.