Krauschwitz (Landkreis Görlitz) – Die Polizisten hatten den richtigen Riecher, als sie am Mittwochmorgen den verdächtigen Audifahrer kontrollieren wollten, der auf die polnische Grenze zurollte.
Doch als sie ihn zum Stoppen aufforderten, gab der mutmaßliche Autodieb Gas, touchierte ein Zivilfahrzeug und floh nach Polen. Das Auto mit Münchner Kennzeichen war als gestohlen gemeldet.
Bei dem Unfall wurde ein Polizist verletzt. Er wird im Krankenhaus behandelt.
Die Route ist für Auto-Schmuggel bekannt
Der Zusammenstoß passierte kurz vor 7 Uhr morgens im kleinen Ortsteil Podrosche an der Grenzbrücke zu Polen in Sachsen. Der abgelegene Übergang ist eine als Auto-Schmuggelroute bekannte Strecke. Offenbar wollte der Täter auch hier die ruhigen Morgenstunden nutzen.
Der Dieb drückte das Polizeiauto in die Leitplanke
Bundespolizeisprecher Michael Engler: „Zunächst wollten wir den Fahrer stoppen, aber er kam der Aufforderung nicht nach. Am Brückenkopf startete ein verdecktes Einsatzfahrzeug einen zweiten Kontrollversuch und näherte sich auf der zweiten Spur. Da startete der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit durch und touchierte dabei das Auto über die gesamte Seite und drückte es gegen die Leitplanke.“
Nun wird in Polen gefahndet
Auf der polnischen Seite angekommen, riss er die Fahrertür auf und floh zu Fuß. Nun wird in Polen nach dem Mann gefahndet. Erst im März hatte ein Pole in gestohlenem Audi versucht, über diesen Übergang zu entkommen. Er wurde nach einer Verfolgungsjagd geschnappt und in Görlitz zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Der Fahrer des verdeckten Einsatzfahrzeuges wird im Krankenhaus behandelt – Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma. Die Brücke ist gesperrt.