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Saudi-Arabien fängt Raketen ab, Iran droht nach Aufruf zu Regimesturz

Saudi-Arabien hat in der Nacht Raketen und Drohnen in der Nähe wichtiger Stützpunkte
abgefangen. Dem Verteidigungsministerium zufolge wurden sechs
ballistische Raketen abgefangen und zerstört, die auf den Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkt abgezielt hätten
– ein wichtiger von den USA und Saudi-Arabien betriebener
Militärstützpunkt im Osten des Landes. Außerdem seien zwei Drohnen über Hafar al-Batin im
Osten Saudi-Arabiens abgefangen und zerstört worden.

Angriffe auf Hisbollah, Teheran und Bahrein

Auch in anderen Regionen wurden die Angriffe fortgesetzt: Israels Streitkräfte attackierten nach eigenen Angaben Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon. Ihr Ziel war demnach die Infrastruktur der proiranischen Islamisten
in den als Dahija bekannten Vororten in Beiruts Süden. 

In Teheran berichteten Einwohner von den ​bislang schwersten Luftangriffen des
Krieges. Im ​Osten der ‌Stadt seien zwei ‌fünfstöckige Wohnhäuser getroffen ​worden. Die iranische Revolutionsgarde griff nach eigenen Angaben US-Militärstützpunkte in Bahrain und in der Region Kurdistan im Irak an. Im Irak wurde zudem eine wichtige diplomatische Einrichtung der USA nahe Bagdads Flughafen von einer Drohne getroffen.

Drohung nach Aufruf zum Sturz des Regimes

Israels Premierminister rief die Iraner zum Sturz ihrer Führung auf. Für Iranerinnen und
Iraner bestehe nach den Angriffen „eine einmalige Gelegenheit, das Ajatollah-Regime zu stürzen und Ihre Freiheit zu erlangen“, schrieb Benjamin Netanjahu auf X. Der iranische
Polizeichef warnte anschließend Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten: „Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir
nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden
ihn wie einen Feind behandeln“, sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen
Fernsehen. „Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug.

Freigabe von Notfallölvorräten möglich

Der Ölpreis schwankt weiter stark: Der Preis für ein Barrel
der US-Sorte WTI legte an der Chicagoer Börse um fünf
Prozent auf 87,65 US-Dollar, umgerechnet 75,49 Euro, zu. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwägt laut die größte Freigabe von Notfallölvorräten in ihrer Geschichte.
Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die
IEA-Mitgliedsstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf
den Markt gebracht hatten, berichtete die US-Zeitung. Der Vorschlag sei am Dienstag auf einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder besprochen worden, eine Entscheidung werde für diesen Mittwoch erwartet.

Trump warnt vor Minen und zerstört Boote in Straße von Hormus

Die USA haben nach eigenen Angaben 16 Minenlegerschiffe aus dem Iran zerstört. Die Schiffe seien nahe der Straße von Hormus getroffen
worden, meldete das US-Militärkommando
Centcom im Onlinedienst X. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump den Iran davor gewarnt, die Straße von Hormus zu verminen, und von
zehn zerstörten Schiffen gesprochen.

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