Münster – So eine Elfmeter-Entscheidung haben Fußball-Fans selten gesehen. Im Zweitliga-Spiel zwischen Preußen Münster und Hertha BSC bringt Münsters Niko Koulis Berlins Michaël Cuisance im Strafraum zu Fall. Schiri Felix Bickel (29) entscheidet zunächst nicht auf Elfmeter, wird aber vom VAR an die Seitenlinie gebeten, soll sich die Szene noch einmal anschauen.
Und da wird es kurios. Denn: Der Bildschirm funktioniert nicht. Bickel sieht lediglich ein Standbild des vermeintlichen Foulspiels, das Video spielt aber nicht ab. Später sieht man, dass der Monitor ganz schwarz ist. Der Schiri kann die Entscheidung nicht selbst treffen – also springt seine Assistentin im Kölner Keller ein.
Bickel erklärt über die Stadionlautsprecher: „Wir haben ein mögliches Foulspiel im Strafraum überprüft. Meine Kollegin Katrin Rafalski hat festgestellt, dass der 24er von Münster Cuisance klar am Schienbein trifft. Deswegen lautet meine finale Entscheidung: Strafstoß.“ DFB-Schiedsrichterin Rafalski ist beim Spiel als Video-Assistentin im Einsatz.
Den fälligen Strafstoß verwandelt Hertha-Kapitän Fabian Reese zur 1:0-Führung (45. +4).