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Weitreichender Stromausfall in der Ukraine und in Moldau

In der ​Ukraine und im Nachbarland Moldau ist es zu
weitreichenden Stromausfällen gekommen, deren Ursache noch ungeklärt ist. ⁠Das moldauische Energiesystem ist
nach Angaben des Energieministeriums des Landes wegen eines
Spannungsabfalls im ukrainischen Netz von einer ​Notabschaltung
betroffen. In der Hauptstadt Chişinău fielen Ampeln und die
Versorgung in den meisten Bezirken aus. Ein Großteil der
Hauptstadt sei ohne Strom, schrieb Bürgermeister Ion Ceban auf Telegram.

⁠In der Ukraine
meldete der Versorger DTEK Notabschaltungen. ⁠In der Hauptstadt Kyjiw ⁠standen die
U-Bahnen still, zudem ist ‌die Wasserversorgung ​unterbrochen. Regierungsangaben zufolge hatte eine „technische Störung“ zu weitreichenden Stromausfällen geführt. Aufgrund eines
Stromausfalls in den externen Versorgungszentren wurden der Zugverkehr
und der Betrieb der Rolltreppen in der U-Bahn eingestellt, teilte der
Betreiber der Metro in Kyjiw mit. In Charkiw wurde später die teilweise Wiederaufnahme des Betriebs bekannt gegeben.

Die Störung sei am Morgen an den Hauptstromleitungen zwischen
Rumänien, Moldau und der Ukraine
aufgetreten, teilte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal mit. Es hätten
Notstromabschaltungen stattgefunden, um die Kernkraftwerke des Landes zu
entlasten. Sie seien nötig gewesen,
um Schäden an den Anlagen zu verhindern. Schmyhal versicherte, die Stromversorgung werde innerhalb einiger Stunden wiederhergestellt sein.

Die Störung habe zu einer „gleichzeitigen Abschaltung der 400-Kilovolt-Leitung zwischen den Stromnetzen Rumäniens und Moldaus
und der 750-Kilovolt-Leitung zwischen der West- und Zentralukraine“
geführt, erläuterte der Minister. Dabei seien „automatische
Schutzmechanismen in mehreren Umspannwerken“ ausgelöst worden. In der
Folge sei es unter anderem in der Hauptstadtregion Kyjiw, der zentralen
Region Schytomyr und in Charkiw im Nordosten des Landes zu
Stromausfällen gekommen.

Selenskyj spricht von „Notfall“

Der ukrainische Präsident
Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „Notfall“. Die Reparaturarbeiten
seien im Gang. Nun gehe es darum, „die Situation schnell zu
stabilisieren“, schrieb er auf Telegram. Selenskyj gab keinen Hinweis auf russische Angriffe als Ursache der Störungen.

Russland hatte in den vergangenen Wochen verstärkt Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur geflogen. In der Nacht gab es allerdings keine neuen Attacken dieser Art; zuvor soll Russland laut US-Präsident Donald Trump einer begrenzten
Waffenruhe zugestimmt haben.