Alpen (NRW) – Nach der Explosion eines ehemaligen Rocker-Clubheims am Niederrhein wurde der Bewohner vermisst. Jetzt wurde in den Trümmern eine Leiche entdeckt. Ob es der Vermisste ist, muss eine Obduktion klären.

Um 19.30 Uhr gehen reihenweise Notrufe ein. An der B 57 in Alpen-Drüpt (Kreis Wesel) ist ein Haus in die Luft geflogen. Noch vor der Feuerwehr ist die Polizei da. Grund: Kurz vor der Explosion waren Beamte bereits wegen eines offenbar in Zusammenhang stehenden Alarms ausgerückt.

Polizeieinsatz kurz vor der Explosion

Der Hausbewohner soll zu dem Zeitpunkt gedroht haben, sich etwas anzutun. Staatsanwältin Ann-Sophie van Hall: „Die Polizisten haben den Mann angetroffen und Spezialkräfte zur Unterstützung angefordert.“ Noch während das Spezialeinsatzkommando (SEK) auf der Anfahrt zum ehemaligen Vereinsheim der „Freeway Rider’s MC“ ist, fliegt es in die Luft.

Feuerwehrsprecher Marc Vinschen: „Das Gebäude stand in Vollbrand, die Wucht der Verpuffung hatte Hausteile bis über die Straße geschleudert.“ Um eine weitere Katastrophe zu verhindern, riegeln die Retter einen Gastank hinter dem Haus ab. Ob eine absichtlich geöffnete Leitung das Unglück verursachte, ist noch unklar, Brandsachverständige ermitteln.

Die Wucht der Detonation hat die frühere Gaststätte im Kreis Wesel so stark zerstört, dass der Bewohner bis zum Morgen noch nicht gefunden ist. Polizeisprecher Björn Haubrok: „In dem Haus ist ein 51-Jähriger gemeldet, dessen Verbleib unklar ist.“

Am Montag hat ein Bauunternehmen die Trümmer vorsichtig abgetragen.

Bis vor wenigen Jahren wurde das weggesprengte Haus von den „Freeway Rider’s Rheinberg“ genutzt. 2008 hatte der Motorradclub die frühere Gaststätte „Zur Postkutsche“ für zehn Jahre gepachtet.

Der jetzige Bewohner soll keinen Bezug zur Rocker-Szene haben.