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Paris (Frankreich) – Benzin, Lebensmittel, Strom und Heizkosten: Alles wird teurer. Auch Urlaube werden immer mehr zum Luxus. Gerade Familien müssen immer tiefer in die Tasche greifen, um verreisen zu können. Doch der Niederländer Michael Snel ließ sich davon nicht abschrecken und griff zu einer kreativen Idee: Er sammelte 10.600 Pfandflaschen und erfüllte seiner Familie damit den Traum vom Disneyland Paris.

Die meisten Menschen geben ihr Flaschenpfand beim Einkaufen zurück, um ein paar Euro zu sparen. „Vor fast zwei Jahren habe ich zu meiner Frau gesagt, dass wir das nicht mehr tun“, erinnert sich Michael Snel aus Amersfoort im Gespräch mit BILD. Stattdessen steckte die Familie das Geld in ein Sparschwein und setzte sich ein Ziel: Michael und seine Frau wollten den Kindern endlich einen Urlaub im weltbekannten Disneyland Paris ermöglichen.

Jede Dose zählt

Rund zwei Jahre lang sparte die Familie eisern. „Das geht zwar nicht besonders schnell, aber es summiert sich“, erklärt Michael Snel. „Wenn ich spazieren gehe oder Fahrrad fahre und eine Dose auf der Straße sehe, nehme ich sie auch mit. Das ist buchstäblich Geld, das auf der Straße liegt.“ Aus Mülltonnen holte der Vater aber keine Flaschen.

Auch seinem Umfeld erzählte Michael von seiner ungewöhnlichen Idee. „Einige Leute haben mich für verrückt erklärt, aber wir waren im Oktober trotzdem dort.“ Zugegeben: Etwas Geld musste die Familie drauflegen. Denn auch das Disneyland wurde teurer.

1600 Euro in Flaschen

Das Ergebnis nach fast zwei Jahren: 10.600 Dosen und Flaschen machen rund 1600 Euro! Drei Tage konnte die Familie damit im Freizeitpark verbringen. Für Verpflegung, Benzin und weitere Nebenkosten zahlte sie drauf.

„Es waren tolle Tage und wir haben wieder eine tolle Erinnerung gemacht“, sagt Michael zu BILD. Für Michael steht schon das nächste Sparziel fest: In zwei bis drei Jahren soll es erneut nach Paris gehen – ebenfalls angespart durch Pfand.