New York – New Yorks muslimischer Bürgermeister Zohran Mamdani löste einen Feuersturm aus – besonders unter jüdischen Einwohnern und ausgerechnet am dritten Jahrestag des größten Massakers an Juden seit dem Holocaust. Während im Big Apple der Hamas-Terrororgie mit rund 1200 Ermordeten und 251 Verschleppten gedacht wurde, teilte Mamdani aus – gegen Israel!
Zu Beginn seines Social-Media-Posts erwähnte er zwar noch die Terrorattacke der Hamas aus dem Gaza-Streifen (eher gnädig). Der Rest geriet jedoch zur Abrechnung mit Israel: Mamdani sprach erneut von „Völkermord“ und beschuldigte Israel unter Premier Benjamin „Bibi“ Netanjahu (76) der „Besatzung“, „Apartheid“ und „Kriegsverbrechen“. Er beklagte 74.000 Todesopfer, bezog sich dabei jedoch auf Zahlen des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums in Gaza, das nicht zwischen Zivilisten und Terroristen unterscheidet.
Vorwurf: Mamdani wollte Terror-Gedenktag „kapern“
Der Frontalangriff auf Israel, den viele der rund eine Million jüdischen New Yorker persönlich nehmen, löste Schock, Wut und Empörung aus. Israels UN-Botschafter Danny Danon (55) warf dem Sozialisten im Rathaus vor, den Gedenktag „gekapert“ zu haben. Es wäre, als hätten die USA nach 9/11 vor allem über Al-Qaida gesprochen, so der Diplomat. Jonathan Greenblatt (55), Chef der Anti-Defamation League, kritisierte zudem, Mamdani habe nicht einmal das Wort „Juden“ erwähnt, sondern erneut seine anti-zionistischen Positionen verbreitet.
Mamdani-Wahlkampf war Vorbild für „Die Linke“
Mamdani ist derzeit auch in Berlin in aller Munde. Sein erfolgreicher Wahlkampf 2025 gilt als Blaupause für den Aufstieg der Linken, die wie Mamdani in New York ein „bezahlbares Leben“ zum Top-Thema machte. Auch bei Wohnpolitik, Sozialismus und offenbar beim Kurs gegen Israel dient er als Vorbild. Morris Katz (25), einer von Mamdanis Strategen, war im Herbst 2025 von einer Linke-Delegation in New York besucht worden. Im Frühjahr reiste er nach Berlin und coachte Spitzenkandidatin Elif Eralp (45) bei Rhetorik und Medienstrategie.
Streit mit Netanjahu am Rand des UN-Gipfels
Mamdani hatte bereits vor der UN-Generalversammlung am East River für einen Eklat gesorgt: Er verlangte die Festnahme Netanjahus aufgrund eines höchst umstrittenen Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs. Rasch musste er jedoch einräumen, dass er als örtlicher Bürgermeister gar keine Befugnis für eine solche Festnahme habe.
Israels Regierungschef suggerierte anschließend bei seiner UN-Rede, Mamdani wolle ihn einfach mundtot machen: „Sie können mich nicht zum Schweigen bringen. Sie können die Wahrheit nicht zum Schweigen bringen“, donnerte dann Netanjahu. Die Vorwürfe des Völkermordes nannte er die „größte Lüge des Jahrhunderts“.