ZDF-Journalistinnen Dunya Hayali und Sarah Tacke erhalten Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis
Die ZDF-Journalistinnen Dunja Hayali und Sarah Tacke bekommen in diesem Jahr den renommierten Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus. Hayali frage kritisch „in alle Richtungen“, begründete die Jury am Donnerstag die Entscheidung für die Moderatorin von „Morgenmagazin“ und „heute journal“. Tacke überzeuge mit Kompetenz und Objektivität und durch ihren „Beitrag zu Wahrheit und Klarheit im demokratischen Diskurs“, hieß es über die Leiterin der ZDF-Redaktion „Recht und Justiz“.
Den Hanns-Joachim-Friedrichs-Förderpreis erhält Manuel Biallas vom Norddeutschen Rundfunk, wie die Jury weiter mitteilte. Die Vier-Länder-Anstalt richtet im jährlichen Wechsel mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) die Preisverleihung aus und ist 2026 an der Reihe. Der NDR darf sich außerdem über einen Sonderpreis für die Redaktion der Sendung „ZAPP“ freuen.
Der freie Journalist Biallas beschäftige sich mit Themen wie Migration, sozialer Ungleichheit, Extremismus und Menschenrechten. „Seine Filme und Texte, Ergebnisse gründlicher Recherchen, bleiben nah an Protagonisten, sind gut verständlich und auf Augenhöhe erzählt“, hieß es.
Mit Blick auf die AfD heißt es in der Entscheidung der Jury: „Neu ist, dass gleich in zwei deutschen Bundesländern eine Partei in Reichweite der Macht ist, die die Kündigung des Medienstaatsvertrags zu einem zentralen Wahlversprechen gemacht hat.“ Was bisher offensichtlich und selbstverständlich gewesen sei – dass unabhängige, professionell gemachte Information eine unverzichtbare Säule der Demokratie sei –, werde nicht mehr von einer gesicherten Mehrheit geteilt.
Die Preisjury unter dem Vorsitz von Talkshow-Moderatorin Sandra Maischberger habe ihren Fokus in diesem Jahr daher auf besondere Leistungen gerichtet, „die der Meinungs- und Pressefreiheit unter diesen Bedingungen dienen“.