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Deutschland wird am Dienstag zum Wetter-Land der zwei Gesichter! Ausgerechnet im Südwesten, sonst oft die Wärme-Hochburg der Republik, ziehen Regen, Gewitter und örtlich sogar Starkregen auf. Im Nordosten dagegen zeigt sich der Spätsommer von seiner schönsten Seite mit Sonne und angenehmen Temperaturen.

„Südlich von Münster bis Leipzig verschlechtert sich das Wetter. Es könnte Regen geben. Durch die feuchtwarme Luft drohen sogar Gewitter“, sagt Klimatologe Dr. Karsten Brandt zu BILD. Es wird sehr wechselhaft und instabil. Der Experte weiter: „Eigentlich braucht der Sommer noch einmal eine Vitaminspritze. Doch die ist nicht in Sicht.“ Für Millionen Menschen im Nordosten heißt es trotzdem: Glück gehabt! Nordöstlich von Hessen bis nach Vorpommern bleibt es meist trocken, freundlich und zeitweise sonnig.

So warm kann es in Deutschland werden

Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt gegenüber BILD: „Hier setzt sich zunehmend ein Hochdruckkeil durch, der von Skandinavien nach Mitteleuropa reicht. In diesem Bereich – vom Ruhrgebiet über Niedersachsen und Berlin bis an die Ostseeküste – haben die Menschen tatsächlich das bessere Los gezogen.“ Die Höchstwerte liegen bei angenehmen 22 bis 25 Grad.

Wann und wo mit Unwettern zu rechnen ist

Ganz anders sieht das Wetter im Südwesten aus. Dort ziehen bereits am Vormittag von Frankreich und der Schweiz her dichte Wolken auf. Im Tagesverlauf breiten sich Regenfälle bis in die Mitte und den Süden Deutschlands aus. Vor allem am Nachmittag und Abend wird es brenzlig: Im Südwesten und im Alpenvorland können sich kräftige Schauer und Gewitter entwickeln.

Trotz Gewittern bis zu 30 Grad möglich

„Lokal ist dabei Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich, punktuell auch kleiner Hagel und stürmische Böen. Das Unwetterpotenzial ist nicht flächendeckend, aber wo es kracht, kann es kurzzeitig ungemütlich werden“, so Jung. Die Temperaturen liegen in der Gewitterzone meist zwischen 20 und 27 Grad. Am Oberrhein sind bei längeren Sonnenphasen sogar schwül-heiße 30 Grad drin. Da könnten laut Dr. Brandt bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen auftreten.

Was Sie zur Vorhersage wissen sollten

Wichtig: Die genaue Lage einer Gewitter-Grenze ist nie genau vorhersagbar. Sie kann sich je nach Modelllauf noch um 50 bis 100 Kilometer verschieben. Wer in den Bereichen wohnt, sollte die aktuellen Wetterwarnungen genau verfolgen. Schon wenige Kilometer können darüber entscheiden, ob die Sonne scheint oder ob es kräftig regnet.