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„Wegen einer ernsten Sache“ – Ace & Tate warnt Kundschaft vor Datenpanne

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Bei einem Geschäftspartner des Brillenhändlers Ace & Tate hat sich eine Datenpanne ereignet. Womöglich seien auch personenbezogene Daten von dem Vorfall betroffen, schreibt das niederländische Unternehmen an seine deutschen Brillenbezieher.

Wörtlich heißt es in der E-Mail an die Kundschaft von Ace & Tate: „Der Logistikpartner, der unsere Bestellungen verpackt und verschickt, hat einen Sicherheitsvorfall gemeldet. Du bekommst diese E-Mail, weil wir nicht ausschließen können, dass deine Daten Teil der Informationen sind, die bei diesem Vorfall eingesehen oder kopiert wurden.“

Eigene Systeme von Ace & Tate seien zwar nicht betroffen, steht in dem Schreiben. Aber: Man habe „vorsorglich“ die niederländischen und britischen Datenschutzbehörden über den Vorfall informiert. Ace & Tate handele „wegen einer ernsten Sache“.

Beim Logistiker des Brillenhändlers abgeflossen sein könnten Informationen wie Kundennamen, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern. Bei Geschäftskunden von Ace & Tate können auch der Firmenname und die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer betroffen sein, schreibt der Brillenhändler.

Ace & Tate hat seinen Hauptsitz in Amsterdam. Deshalb erstattete das Unternehmen Meldung bei der niederländischen Datenschutzbehörde. Sein Geschäft in Deutschland betreibt Ace & Tate vom Sauerland aus. Der Unternehmenssitz liegt in Arnsberg. Kümmert sich also auch der NRW-Datenschutzbeauftragte um den Fall? Das bleibt unklar. Auf Anfrage von WELT antwortet die Behörde aus Düsseldorf zunächst nicht.

Das Unternehmen Ace & Tate bittet seine Kundschaft wegen der Datenpanne jedenfalls um besondere Sorgfalt. Falls wirklich vertrauliche Informationen abgeflossen sein sollten, bestehe erhöhte Gefahr, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, schreibt das Unternehmen.

Auf Anfrage von WELT teilt der Brillenhändler mit, dass der Geschäftspartner aus der Logistikbranche sofort nach der Entdeckung des Vorfalls zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen habe. Der Zugriff auf das System mit den Kundendaten sei unverzüglich gesperrt worden. Dennoch sollen Kunden Vorsicht walten lassen.

Dieser Artikel wurde für das Wirtschaftskompetenzcenter von WELT und Business Insider erstellt.

Vinzenz Neumaier ist WELT-Wirtschaftsreporter.