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Moskau/Washington – Was wollte Amerikas oberster Spion ausgerechnet jetzt in Moskau? CIA-Chef John Ratcliffe (60) traf dort den russischen Geheimdienstchef Sergej Naryschkin, offiziell zu einem „Arbeitstreffen“. Tatsächlich soll es um brisante Themen gegangen sein: eine mögliche russische Eskalation gegen die NATO, den Ukraine-Krieg und Moskaus Unterstützung für Iran. Ratcliffes wichtigste Botschaft: Finger weg von den NATO-Staaten! Doch warum ausgerechnet jetzt?

Dafür könnte es verschiedene Gründe geben!

  • Bevorstehender Angriff auf Nato-Gebiet: Schon der letzte CIA-Chef, der nach Moskau reiste, hatte eine Warnung im Gepäck! Ex‑CIA-Chef William Burns (70) warnte den Kreml im November 2021 vor einem Einmarsch in die Ukraine. Wenig später griff Russland an. Die Vermutung jetzt: Der Besuch vom Dienstag könnte mit der wachsenden Sorge vor einer russischen Eskalation gegen die NATO zusammenhängen. Dazu häufen sich Warnsignale: Drohnen im NATO-Luftraum, ein russischer Marschflugkörper in Polen, Cyberattacken, Sabotage- und Brandanschläge. Auch bei der Sprengstoff-Drohne von Leipzig/Halle sollen US-Geheimdienstinformationen auf eine russische Beteiligung hindeuten.
  • Atomwaffen und Großangriffe gegen die Ukraine: Während Russland weiter vorrückt und die Ukraine vor einer möglichen neuen Eskalation über Belarus warnt, erwägt Moskau verstärkte ballistische Raketenangriffe. Zudem berichten Kreml-nahe Quellen laut Bloomberg von zunehmenden Diskussionen darüber, ob Russland im äußersten Fall taktische Atomwaffen einsetzen könnte. Sollte der US‑Geheimdienst Kenntnisse über einen geplanten Einsatz dieser taktischen Atomwaffen haben, könnte auch das ein Grund für Ratcliffes Reise sein.
  • Putins Probleme im Inland: Der für Europa wohl positivste Grund für Ratcliffes spontanen Russland-Trip könnte die Vermutung der Amerikaner sein, dass Putin gerade schwach und dadurch zu einem Deal bereit sein könnte. DENN: Durch ukrainische Angriffe auf Lagerhallen und Öl-Raffinerien ist Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine endgültig auch für die russische Bevölkerung zu spüren. Hinzu kommt: Gerüchte über eine Mobilisierung von bis zu 600.000 russischen Reservisten sorgen für weitere Angst im Land.
  • Druck auf Putins Mullah-Freunde: Nur einen Tag vor Ratcliffes Moskau-Reise starteten die USA ihre „Operation Economic Outcast“. Ziel: Iran wirtschaftlich weiter isolieren. Auch ausländische Staaten und Firmen sollen ihre Geschäfte mit Teheran zurückfahren. Die Vermutung jetzt: Ratcliffe könnte in Moskau auch den Druck auf Russland erhöht haben, die Unterstützung für Iran zurückzufahren.
  • Nato, Iran, Ukraine: Verschiedene Krisen kommen gerade zusammen. Vielleicht erklärt genau das den ungewöhnlichen Zeitpunkt von Ratcliffes Blitz-Reise. Die Sorge vor einer Eskalation zwischen Russland und der NATO wächst, die Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs stecken fest und gleichzeitig erhöhen die USA den Druck auf Russlands Partner Iran. Möglich, dass sich aus Washingtons Sicht gerade jetzt ein kritisches Zeitfenster geöffnet hat, in dem gleich mehrere Krisen mit Moskau geklärt werden müssen.

Was letztlich den Ausschlag für Ratcliffes Spontan-Trip gab, bleibt offen! Klar ist aber: Selten liefen gleichzeitig so viele Konflikte zwischen Washington und Moskau auf einen kritischen Punkt zu.