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Kopenhagen – Waldbrände in Frankreich, Griechenland und Spanien. Rauchschwaden der Feuer in Kanada zogen bis über New York City (USA). In Deutschland brannten u. a. bei Monschau und im Hürtgenwald (NRW) große Flächen. Im Sommer bestimmte der weltweite Kampf gegen Brände die Schlagzeilen. Doch einer der bekanntesten Klima-Ökonomen sagt jetzt: Es ist nicht so schlimm, wie es scheint – im Gegenteil!

„Auf verheerende Brände in einem Teil eines Kontinents hinzuweisen und dabei einen Planeten zu ignorieren, der deutlich weniger brennt, ist nichts anderes als Rosinenpickerei“, sagt Björn Lomborg (61).

Waldbrände? „Alle Kontinente liegen unter dem Durchschnitt“

Weniger Feuer? Der dänische Bestseller-Autor deckt auf: „Bis zum 19. August lag die weltweit verbrannte Fläche 41 Prozent unter dem Normalwert, und alle Kontinente lagen unter dem Durchschnitt, wobei Afrika, Nordamerika und Südamerika Rekordtiefstände erreichten.“ Die Schlussfolgerung in seinem Newsletter: „Die Welt brennt weniger, nicht mehr.“

Im Wall Street Journal schrieb Lomborg, der sich auf Daten des EU-Satelliten-Systems „Copernicus“ bezieht: „Weltweit ist derzeit der niedrigste Wert an Waldbränden seit Beginn der Satellitendatenerfassung im Jahr 2001 zu verzeichnen, und wahrscheinlich auch der niedrigste seit 1900.“ Anfang des 20. Jahrhunderts brannten jährlich fast 4 Prozent der globalen Landfläche – fast doppelt so viel wie heute. Demnach lägen die USA bis zum 5. August 20 Prozent unter ihrem Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2025, Asien 41 Prozent darunter, Afrika 44 Prozent.

Experte: Teure Klimapolitik schützt Menschen nicht

Lomborg leugnet nicht den Klimawandel. Er könne durch Trockenheit und Hitze durchaus auch die Bedingungen für Waldbrände verschärfen – teure Klimapolitik sei jedoch ein ineffektives Mittel, um Menschen vor Bränden zu schützen. Seine Lösung: „Bessere Forstwirtschaft, kontrollierte Brände und andere direkte Brandverhütungsmaßnahmen.“

Feuer-Fläche wird auch in Deutschland kleiner

Zuletzt hatte schon Axel Bojanowski (55), Chefreporter Wissenschaft bei WELT (gehört wie BILD zu Axel Springer), auf die globale Abnahme von Feuern hingewiesen. „Ursache ist in den jüngsten Jahrzehnten vor allem ein Rückgang von Grasland- und Savannenbränden infolge veränderter Landnutzung, schnellerer Feuerwehren und der Verringerung von Rodungsfeuern.“

Insbesondere in Deutschland wird laut Bojanowski die von Bränden betroffene Fläche seit Langem kleiner. Der Trend folgt vor allem strengeren Vorsorgemaßnahmen und forstlicher Bewirtschaftung.