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Obock (Dschibuti) – Schreckliches Unglück vor Ostafrika! Vor der Küste von Dschibuti kenterte ein Flüchtlingsboot, mindestens 109 Menschen kamen ums Leben, darunter 15 Kinder. Mehr als 116 weitere Passagiere werden noch vermisst, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte. Sie waren auf dem Weg in den Jemen.

Alexandre Coissac, Missionsleiter der Internationalen Organisation für Migration (IOM), zeigte sich erschüttert: „Dies ist ein verheerender Verlust. Unsere Gedanken sind bei den Überlebenden und den Familien, die Angehörige verloren haben oder keine Nachricht von ihren Verwandten erhalten haben.“

Überlebende berichten von Unglück

Überlebende berichten, dass das Flüchtlingsboot in der Nähe von Gaherre, einem kleinen Ort nördlich der Stadt Obock, kenterte. Unter den 109 geborgenen Leichen befinden sich 52 Männer, 42 Frauen und 15 Kinder – darunter neun Mädchen und sechs Jungen. Mehr als 80 Menschen überlebten das Unglück, allesamt Äthiopier. 64 der Überlebenden kamen im Migrant Response Centre (MRC) der IOM in Obock unter. Dort werden sie versorgt.

Coissac warnt nach dem Schiffsunglück: „Diese Tragödie ist eine deutliche Erinnerung an die Gefahren, denen Migranten entlang dieses Migrationskorridors auf der Suche nach wirtschaftlichen Möglichkeiten ausgesetzt sind.“

Zehntausende nehmen gefährliche Route

Jedes Jahr reisen Zehntausende Menschen vom Horn von Afrika durch Dschibuti und überqueren die Straße von Bab el-Mandeb in den Jemen, erklärt die IOM. Die Flüchtlinge hoffen auf Sicherheit und Arbeit in den Golfstaaten.

Doch die Gefahren sind enorm. Laut IOM ist damit nicht nur das Meer gemeint. Flüchtlinge, die den Jemen erreichen, sind der Gefahr von Gewalt, willkürlicher Verhaftung und Inhaftierung, Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt. Im Jahr 2025 starben oder verschwanden mehr als 900 Migranten auf dieser Route.