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Ravensburg (Baden-Württemberg) – Er lauerte dort, wo niemand eine Gefahr vermuten würde. Und als ein Mädchen vorbeilief, griff er zu: Im Allgäu entführte ein Pädokrimineller (52) eine 9-Jährige vor dem Rathaus eines Kurortes und missbrauchte sie. Jetzt sitzt er in Haft.

Am Montag postierte sich der vorbestrafte Sexualstraftäter vor dem Rathaus in Wolfegg (Baden-Württemberg). Gegen 12.20 Uhr sprach er das Mädchen an. Dann zerrte der Verbrecher das Kind in einen schwarzen Kleinwagen. Der Entführer brachte es in den Wald zwischen den Ortsteilen Grimmenstein und Metzisweiler. Eine halbe Stunde später setzte er das Mädchen vor dem Netto-Markt in Wolfegg ab und flüchtete.

Kind war halbe Stunde in Gewalt des Entführers

In den 30 Minuten dazwischen muss das Kind die Hölle durchlitten haben. Die sofort gegründete Ermittlungsgruppe „Stein“ fand heraus, dass „das Kind nicht nur im Fahrzeug mitgenommen, sondern mutmaßlich auch sexuell missbraucht wurde“. In seiner Vernehmung beschrieb das Mädchen den Täter präzise: kurzes Haar, Brille, schwarze Arbeitshose mit grauen Taschen und Wanderschuhe. Sein Auto: ein viertüriger Kleinwagen mit roten Elementen an den Fenstern.

Mann schon wegen Missbrauchs in Gen-Datenbank

Mit DNA-Spuren, die der Mann an seinem Opfer hinterließ, identifizierte das LKA einen 52-Jährigen über die Gen-Datenbank. Oberstaatsanwalt Wolfgang Angster (65) zu BILD: „Der Tatverdächtige wurde vor zehn Jahren wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Tateinheit mit Exhibitionismus zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.“ Die DNA solcher Täter wird standardmäßig gespeichert.

Die Polizei nahm den Mann aus dem Kreis Ravensburg am Donnerstagnachmittag fest. Er leistete keinen Widerstand. Am Freitag erließ das Amtsgericht Haftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft.