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Finnland – Sie läuft einen Waldweg entlang. Bekleidet mit einem lilafarbenen Hoodie und einer dunklen Jeans. Sie trägt offenbar nichts bei sich. Links und rechts nur Bäume, Büsche, endlose Wildnis. Wenige Minuten später verliert sich ihre Spur. Es ist das letzte bekannte Bild einer deutschen Frau – aufgenommen von einer Wildkamera in Finnisch-Lappland. Seit mehr als zwei Wochen fehlt von der 50-Jährigen jede Spur.

Die Polizei veröffentlichte jetzt das rätselhafte Foto und bittet erneut die Bevölkerung um Hinweise. Die Deutsche verschwand am 29. Juni im kleinen Dorf Saija in der Gemeinde Salla, einer der einsamsten Regionen Europas.

Letzte Spur führt an einen Fluss

Bislang wurde nur ihr Auto gefunden, das in einem Fluss versunken war. Als Einsatzkräfte den Wagen bargen, war er leer. Die Polizei bestätigte bereits Anfang Juli gegenüber BILD, dass das Fahrzeug ein deutsches Kennzeichen hatte. Ob die Frau als Touristin nach Finnland gereist war oder dort lebte, wurde bis heute nicht mitgeteilt. Das jetzt veröffentlichte Wildkamerabild entstand nach Angaben der Ermittler am Tag ihres Verschwindens gegen 14 Uhr in der Nähe des Flusses Tenniöjoki. Darauf ist die Frau zu sehen, wie sie durch die einsame Waldlandschaft läuft.

Für die Ermittler hat dieses Bild eine besondere Bedeutung. Nach Angaben von Inspektor Mikko Pesola gegenüber der Zeitung „yle“ besteht inzwischen der starke Verdacht, dass die Deutsche den Wassereinbruch ihres Autos nicht überlebt hat.

Trotzdem wurde bislang keine neue Suchaktion gestartet. Der Grund: Die Wildnis rund um Salla ist riesig. Dichte Wälder, Moore und unzählige Gewässer erstrecken sich über viele Kilometer. Ohne konkrete Hinweise wäre eine gezielte Suche kaum möglich.

Polizei wartet auf entscheidenden Hinweis

Die Identität der Vermissten ist den Behörden bekannt. Nach Angaben der Polizei gibt es keinen Hinweis darauf, dass sich die Frau absichtlich versteckt hält. Sie wird als etwa 50 Jahre alt beschrieben und hat mittellanges braunes Haar.

Schon unmittelbar nach ihrem Verschwinden hatten Polizei, Rettungsdienste und der finnische Grenzschutz das Gebiet rund um den Fundort des Autos an Land und im Wasser abgesucht. Die aktive Suchaktion wurde später beendet.

Jetzt setzen die Ermittler erneut auf die Öffentlichkeit. Jeder Hinweis könnte entscheidend sein, um das Schicksal der Deutschen endlich zu klären.