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Berlin/Innsbruck – Jetzt wird es ernst für Urlauber Richtung Süden! Mit dem Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen droht am Wochenende der nächste große Stau-Höhepunkt dieses Sommers. ADAC, ÖAMTC und die österreichische Autobahngesellschaft Asfinag rechnen mit massivem Reiseverkehr auf der Brenner-Route. Besonders betroffen ist der gesamte Brenner-Korridor von Kufstein über Innsbruck bis zum Brennerpass. Wer am Samstag Richtung Süden startet, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen. Eine Sprecherin des österreichischen Verkehrsclubs ÖAMTC zu BILD: „Das Verkehrsaufkommen wird sehr hoch sein, wir erwarten längere Staus.“ Bereits in den frühen Morgenstunden bilden sich auf der Fernpassroute (B179) die ersten Kolonnen. Ab etwa 9 Uhr sei dann auch auf der Brennerautobahn A13 mit Staus zu rechnen, die sich oft erst am späten Nachmittag auflösen. Der ADAC erwartet die größten Staus ab Freitagnachmittag sowie am Samstagvormittag. Auch am Sonntag dürfte die Strecke stark belastet bleiben.

Wie lang die Wartezeiten werden, lässt sich laut ADAC und ÖAMTC wegen möglicher Unfälle oder schlechten Wetters nicht seriös vorhersagen. Der ÖAMTC geht aber davon aus, dass Urlauber auf der Strecke Fernpass–Brenner mindestens eine Stunde verlieren, eher mehr.

Hauptgrund für die Behinderungen bleibt die Sanierung der Luegbrücke. Zwar ist die Engstelle in den Sommermonaten grundsätzlich zweispurig befahrbar. Alexander Holzedl, Sprecher der österreichischen Autobahngesellschaft Asfinag, zu BILD: „Mit dem Verkehrsmanagement auf der Luegbrücke ist es uns gelungen, Wartezeiten deutlich im Minuten-Bereich zu halten.“ Trotzdem werde es wegen des starken Reiseverkehrs auf dem gesamten Brenner-Korridor zu Verzögerungen kommen.

Hier droht Stillstand

Besonders staugefährdet sind:

  • die A13 Brennerautobahn zwischen Innsbruck und dem Brenner,
  • der Gegenverkehrsbereich zwischen Innsbruck-Süd und Zenzenhof,
  • die Mautstelle Schönberg,
  • die Luegbrücke,
  • sowie auf deutscher Seite die A8 München–Salzburg und die A93 Richtung Kiefersfelden.

Hinzu kommen Grenzkontrollen bei Kufstein/Kiefersfelden, die den Verkehr zusätzlich bremsen können.

Die besten Tipps für Urlauber

ADAC, ÖAMTC und Asfinag raten:

  • möglichst nicht am Samstagvormittag fahren
  • wenn möglich in die Nachtstunden oder auf Werktage ausweichen
  • vor der Abfahrt die Verkehrslage prüfen
  • genügend Zeit, Getränke und Pausen einplanen.

Wichtig: Tirol kontrolliert die Fahrverbote für Ausweichverkehr streng. Wer verbotenerweise durch Ortschaften abkürzt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Und die Aussichten werden kaum besser: Schon jetzt kündigt sich für das erste August-Wochenende mit dem Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg die nächste Reisewelle an – traditionell einer der staureichsten Termine des Jahres.