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Köln (NRW) – Früher stand sie als Boxerin auf dem Siegertreppchen, eroberte die Laufstege von Paris, New York, Mailand und legte als DJane auf. Heute lockt Hanna Hansen (42) junge Mädchen in die Islamistenszene und wird deswegen vom Verfassungsschutz beobachtet. Bei einer Razzia hat die Kölner Polizei jetzt die Wohnung der salafistischen Influencerin mit 224.000 Followern durchsucht.

Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (73/CDU) dem Landtag mit. Sein Verdacht: Hansen soll Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet haben. Die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte die Durchsuchung, ohne ihren Namen zu nennen. Das Nachrichtenportal „t-online“ berichtete zuerst.

Datenträger sichergestellt

Hansen wird vorgeworfen, im April auf einer Social-Media-Plattform ein Symbol der als Terrororganisation eingestuften Hamas verbreitet zu haben – das rote Dreieck. Durchsucht wurde laut Staatsanwaltschaft am vergangenen Donnerstag. Datenträger wurden als Beweismittel sichergestellt. Diese werden jetzt ausgewertet.

Gegenüber „t-online“ bestätigte Hansen die Durchsuchung. Zum laufenden Verfahren will sich die Ex-Profisportlerin aber nicht äußern. „An meinen Überzeugungen und meiner Tätigkeit wird sich nichts ändern“, kündigte Hansen an. Nach BILD-Informationen soll die Influencerin nach islamischem Recht mit Hassprediger Sven Lau verheiratet sein. Sie bestreitet das.

Der aktuelle Jahresbericht des Verfassungsschutzes NRW widmet Hansen ein eigenes Kapitel. Der Bericht nennt sie eine Ausnahmeerscheinung in der männerdominierten Salafisten-Szene. Auf ihrem Instagram-Account zeigt sich Hansen nur mit Kopftuch und predigt radikalen Islam. In ihren Vorträgen wirbt sie für die Scharia, prangert Sex zwischen Unverheirateten und Homosexualität an. Dabei trug sie noch vor wenigen Jahren bauchfreie T-Shirts, schlug sich im Boxring und war als Model und DJane tätig.