Washington – Nächster Ärger für Donald Trump (80)! Der US-Präsident macht „schlimme Vandalen“ für Probleme am renovierten Wasserbecken vor dem Lincoln-Denkmal in Washington verantwortlich. Auf Truth Social verteidigte Trump die millionenteure Sanierung des berühmten Reflecting Pools. Die Arbeiten hätten „perfekt funktioniert“, schrieb er. Doch dann sei es zu „schändlichem Vandalismus“ gekommen.
Nach Trumps Darstellung hätten Unbekannte dem Becken mit „irgendeiner Art Messer oder Klinge“ einen 75 Meter langen Schnitt zugefügt und „ätzende und zerstörerische Chemikalien“ ins Wasser geschüttet. Belege für diese Vorwürfe legte der Präsident allerdings nicht vor.
Nun droht die nächste Großreparatur. Die Behörden müssten „wahrscheinlich“ das Wasser ablassen, um die Schäden zu beheben. Trump versprach: „Aber wir werden das so schnell wie möglich erledigen lassen.“
Sanierung kostet ein Vielfaches des geplanten Preises
Die Renovierung sollte ein Prestigeprojekt werden. Weil sich das Wasser seit Jahrzehnten durch Algen grün färbt, ließ Trump das 610 Meter lange Becken vor dem 250. US-Geburtstag am 4. Juli komplett sanieren. Der Boden wurde mit spezieller Pool-Farbe gestrichen, damit er künftig „amerikaflaggen-blau“ leuchtet. Laut Medienberichten kostete die Aktion rund 14 Millionen Dollar (gut zwölf Millionen Euro) – fast zehnmal so viel wie ursprünglich von Trump angegeben.
Doch die Freude währte nur kurz. Als das Wasser Anfang Juni zurückkehrte, erklärte das Weiße Haus, Washington sehe „besser aus denn je“. Wenig später kehrten jedoch die Algen zurück. Außerdem begann die neue Beschichtung an vielen Stellen abzublättern.
Für zusätzliche Schlagzeilen sorgt ein kurioser Fall um den früheren Olympioniken David Hearn (67). Die „Washington Post“ berichtet, dem Ex-Sportler werde vorgeworfen, das Becken beschädigt zu haben. Hearn schilderte, er habe während einer Fahrradtour angehalten, um sich die Arbeiten anzusehen. Er habe sich gebückt, um ein Stück abblätternder Farbe zu berühren. Daraufhin sei er von der Nationalgarde umzingelt und von der US-Parkpolizei festgenommen worden. Der Vorwurf: Zerstörung von Regierungseigentum.
Hearn weist die Anschuldigungen zurück. „Ich habe nichts zerstört, kaputtgemacht oder abgepellt“, sagte er der Zeitung.
Die Pannen am Prestige-Becken kommen für Trump zur Unzeit. Der Präsident treibt derzeit mehrere spektakuläre Umbauprojekte in Washington voran. So ließ er den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um Platz für einen neuen Ballsaal zu schaffen. Zudem will er einen riesigen Triumphbogen errichten lassen. Dieser soll fast dreimal so hoch werden wie das Brandenburger Tor in Berlin und anderthalbmal so hoch wie der Pariser Triumphbogen.