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Washington – Für die Behauptung, unbekannte Vandalen hätten seinen Prestige-Pool in ein Algenparadies verwandelt, erntete US-Präsident Donald Trump (80) bitterbösen Spott. Zu plump, geradezu dreist schien der Versuch, vom eigenen Bauversagen abzulenken. Jetzt zeigt sich: Trumps Kritiker lagen offenbar falsch. Die US-Bundespolizei „Park Police“ ist auf einer heißen Spur – sie veröffentlichte Fotos, die eine mutmaßliche Täterin zeigen.

Zu sehen ist eine Unbekannte mit schwarzen Haaren und grauem T-Shirt, die neben dem „Reflecting Pool“ – einem Wahrzeichen Washingtons – kniet und ihren Arm ins Wasser hält. Was sie dort genau macht, ist bislang unklar und Teil der Ermittlungen. Sicher ist: Die US-Polizei sieht darin „Zerstörung von Staatseigentum“. Auf einem Fahndungsplakat wird die Bevölkerung deshalb dazu aufgerufen, bei der Identifizierung der Unbekannten mitzuhelfen.

Trump forderte Haftstrafen

Es ist die nächste Wendung in einem bizarren Fall, der das politische Washington seit Wochen umtreibt. Ausgangspunkt ist die von Trump veranlasste Renovierung des „Lincoln Memorial Reflecting Pools“, eines Wahrzeichens der US-Hauptstadt. Dem Präsidenten missfiel, dass dort jahrelang Algen ihr Unwesen trieben und das Wasser in ein trübes Gemisch verwandelten. Also ließ er das Becken renovieren, damit es pünktlich zum 250. Gründungstag der USA in schönstem „Amerikaflaggen-blau“ leuchten würde.

Doch noch bevor die Feierlichkeiten beginnen konnten, waren die Algen zurück und der Präsident auf 180. Seine Antwort auf Kritik an der Renovierung: „Kranke, geistesgestörte Menschen“ hätten seinen Prestige-Pool zerstört, indem sie die Algen und entsprechenden Dünger selbst hineingegeben hätten. Trump weiter: „Diese Leute sollten für lange Zeit ins Gefängnis.“

Ob es tatsächlich zu einem Prozess kommt, ist unklar – zunächst müssen die mutmaßlichen Täter gefunden werden. Bei der Unbekannten, deren Gesicht auf den Fahndungsfotos zu sehen ist, soll sich die Tat am Freitagnachmittag ereignet haben. Zeugen sind aufgerufen, sich bei der Park Police zu melden.