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Beirut/Jerusalem – Israel und die Hisbollah-Miliz haben sich nach Angaben eines US-Regierungsvertreters auf eine neue Waffenruhe geeinigt. Sie soll am Freitag in Kraft treten. Hisbollah-nahe Quellen bestätigten die Einigung, Details wurden nicht genannt. Aus Israel gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

„Die Hisbollah und Israel haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt“, erklärte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Vermittler aus den USA und Katar hätten die Vereinbarung mit Unterstützung des Iran ausgearbeitet. „Wir gehen davon aus, dass nach den heutigen Gefechten nun eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft ist“, sagte er weiter.

Zuvor war eine geplante Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz abgesagt worden. Laut dem Hisbollah-nahen Portal Al Mayadeen habe Teheran wegen israelischer Luftangriffe im Libanon nicht teilnehmen wollen. In iranischen Medien wurde kurz vor der Waffenruhe mit einer möglichen Schließung der Straße von Hormus gedroht.

Zuvor erneute Angriffe

Heftige Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon haben das erst kürzlich geschlossene US-Iran-Rahmenabkommen gefährdet. Die israelische Armee meldete Angriffe auf mehr als 150 Hisbollah-Ziele. Nach Angaben der Armee wurden vier israelische Soldaten getötet und mehrere verletzt. Im Libanon wurden laut Gesundheitsministerium in Beirut 21 Menschen getötet und 39 verletzt, darunter acht Mitglieder einer Familie.

Die USA und der Iran hatten am Mittwoch eine Rahmenvereinbarung zum Ende des Konflikts unterzeichnet. Sie sieht eine sofortige Waffenruhe in der Region, auch im Libanon, vor. Israel und die Hisbollah waren an den Gesprächen nicht beteiligt. Die Hisbollah hatte den Konflikt im März mit Angriffen auf Israel ausgeweitet. Israel reagierte mit Luftschlägen und Bodeneinsätzen im Süden des Libanon.