Hyderabad (Indien) – Im Strudel des Zyklons versinken immer schneller immer größere Wolkenfelder. „Arnab“ saugt alles ein, bläht sich auf. Am Mittwochmorgen (Ortszeit) soll das Zyklon-Monster über der Bucht von Bengalen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h auf die indische Ostküste treffen. Zehntausende Menschen sind momentan auf der Flucht.
Laut Behörden wurden am Dienstag etwa 89.000 Menschen in 101 Hilfslager evakuiert. Mehr als 2000 Schutzunterkünfte sind vorbereitet. Im Nachbarstaat Odisha sollten rund 48.000 Menschen ihre Häuser verlassen.
„Vollständige Zerstörung“ von Hütten befürchtet
Der Zeitung „The Indian Express“ zufolge wurden mehr als 4700 Schwangere aus durch den Sturm bedrohten Ortschaften vorsichtshalber in Krankenhäuser gebracht. Zugverbindungen wurden wegen des Unwetters gestrichen. Unis und Schulen bleiben vorerst geschlossen.
Es drohen verheerende Zerstörungen
Der indische Wetterdienst IMD stufte „Arnab“ als sehr schweren Zyklon ein und erklärte, der gigantische Wirbelsturm werde voraussichtlich am Mittwochmorgen die Küste von Andhra Pradesh im Osten Indiens erreichen. „Arnab“ wird heftigen Regen mit sich bringen. Es drohen die „vollständige Zerstörung“ strohgedeckter Hütten, Überschwemmungen und schwere Schäden in der Landwirtschaft.
Unwetterwarnungen auch in Sri Lanka und Nepal
Auch im benachbarten Inselstaat Sri Lanka wurden am Dienstag Schulen geschlossen. Der dortige Wetterdienst warnte vor heftigen Regenfällen mit möglichen Sturzfluten und Erdrutschen. Die Armee des Landes wurde bereits in Alarmbereitschaft versetzt. In Nepal gab der Katastrophenschutz ebenfalls eine Unwetterwarnung heraus. Zu erwarten seien schwere Regenfälle. Im Himalaya drohen Schneestürme und Lawinen. Touristen wurden aufgerufen, vorerst nicht ins Hochgebirge zu reisen. Wer sich bereits dort aufhält, soll sicheres Gebiet aufsuchen.