Terni (Italien) – Die Straße gleicht einem tödlichen Schlachtfeld: In der italienischen Urlaubsregion Umbrien krachten ein Wohnmobil, ein Touristenbus und zwei Autos zusammen. Der schreckliche Unfall forderte sechs Tote und mindestens 34 Verletzte – einige von ihnen schweben in Lebensgefahr.
Am Sonntagabend geriet ein Wohnmobil auf der Staatsstraße 79 zwischen Terni und Rieti auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem Reisebus. Zwei nachfolgende Autos konnten nicht mehr bremsen, rasten ebenfalls in die Unfallstelle. Eines der Fahrzeuge überschlug sich.
Touristen unter Todesopfern
In dem Reisebus saßen Touristen, die zu den Marmore-Wasserfällen wollten, so die italienische Nachrichtenagentur „Ansa“. Laut dem Sender „Rai“ saßen in dem Wohnmobil Urlauber auf der Rückreise von Terni.
Die Rettungsdienste mussten durch ein Trümmerfeld laufen, um die Unfallopfer zu erreichen. Der Fahrer des Reisebusses sowie zwei weitere Insassen wurden bei dem Crash getötet. Auch der Fahrer des Wohnmobils überlebte den Unfall nicht, ebenso zwei weitere Insassen.
Der Unfall war so schwer, dass der Katastrophenschutz hinzugezogen wurde. Die Opfer sind bislang noch nicht identifiziert. Insgesamt wurden 34 Menschen verletzt, zum Teil schwerst. Mehrere lebensgefährlich Verletzte wurden mit Rettungshubschraubern in umliegende Kliniken geflogen. Unter den Verletzten soll laut „Rai“ auch mindestens ein Kind sein.
31 Verkehrstote an nur einem Wochenende
Die Straße war über Stunden für die Rettungs- und Bergungsarbeiten gesperrt. Die Unfallursache ist bislang unklar und wird untersucht. Eine ganze Serie von schweren Verkehrsunfällen hat an diesem Wochenende Italien erschüttert. Von Freitag bis Sonntag starben insgesamt 31 Menschen, darunter ein 14-jähriges Mädchen, so die italienische Verkehrsbeobachtungsstelle.