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Berlin – Diese Zahlen dürften Friedrich Merz (CDU) schwer treffen: Die Deutschen wünschen sich zwar tiefgreifende Reformen, doch ausgerechnet ihrem Kanzler trauen sie die Umsetzung immer weniger zu. Im aktuellen ZDF-Politbarometer glauben nur noch 28 Prozent, dass Merz seinen Reformkurs erfolgreich fortsetzen kann. Noch vernichtender fällt das Urteil über seine Amtsführung aus: 79 Prozent finden, dass er als Bundeskanzler einen eher schlechten Job macht. Bitter: Nur noch wenige trauen ihm zu, seinen Job zu Ende führen zu können.

Viele Deutsche sicher: Merz muss bald aufgeben

Denn es kommt noch dicker: Fast zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) rechnen nicht damit, dass Merz bis zur regulären Bundestagswahl 2029 im Kanzleramt bleibt. Dabei halten gleichzeitig 85 Prozent grundlegende Reformen für notwendig, selbst wenn sie finanzielle Belastungen und Einschnitte mit sich bringen würden.

Rechtspopulisten auf dem Vormarsch

Der Vertrauensverlust für den Kanzler spiegelt sich offenbar auch in den Parteiwerten wider. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würde die AfD ihren Vorsprung auf die Union weiter ausbauen. Die Partei verbessert sich um einen Punkt auf 28 Prozent. CDU und CSU verlieren dagegen einen Punkt und fallen auf 21 Prozent zurück. Damit liegt die AfD inzwischen sieben Punkte vor der Union. Die Grünen bleiben unverändert bei 14 Prozent. Die SPD legt leicht zu und kommt auf 13 Prozent. Die Linke hält sich bei 12 Prozent. Die FDP verliert einen Punkt und rutscht auf drei Prozent ab.

Drei schwere Niederlagen belasten Merz

Zuletzt kassierte die Merz-Partei eine Serie verheerender Wahlniederlagen. In Sachsen-Anhalt wurde die CDU nahezu halbiert und deutlich von der AfD distanziert. In Mecklenburg-Vorpommern erlitt sie ein Debakel: Mit nur 4,9 Prozent scheiterte die CDU erstmals in ihrer Geschichte an der Fünf-Prozent-Hürde und flog aus einem Landtag. In Berlin verlor die CDU den Regierungsauftrag, den sie ausgerechnet an die Linken abgeben musste.